Für schöne Ostern

Erfolgsmodell Ostereiermarkt: 22 Anbieter zeigen Kunst rund ums Ei

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22 Aussteller präsentierten sich und ihre Ostereier-Kunst am Wochenende in Halver. In der Villa Wippermann fand wieder der Ostereiermarkt statt.

Halver - Der Ostereiermarkt in Halver ist ein echtes Erfolgsmodell. Bestand der erste Markt vor rund 30 Jahren noch aus acht Ständen, waren am Samstag und Sonntag in der Villa Wippermann bereits 22 Anbieter vertreten.

Wilhelm Helbert, Vorsitzender des Heimatvereins Halver, der der Veranstalter des Ostereiermarktes ist, war stets zufrieden mit den Besucherzahlen. „Oft hatten wir an beiden Tagen bis zu 1000 Gäste“, erinnert er sich. Angeboten werden Osterartikel aller Art, wobei der Schwerpunkt auf kunstvoll bemalten und gestalteten Eiern liegt. 

Karin Hermann aus Hagen ist schon seit vielen Jahren beim Ostermarkt dabei, bemalt seit mehr als 20 Jahren Eier, egal ob es sich um Hühner-, Gänse-, Enten-, Tauben-, Puten- oder Wachteleier handelt. Die Technik, mit der sie ihre besonders fein und detailreiche gemalten kleinen Kunstwerke herstellt, hat sich die Hagenerin, die ausschließlich mit Aquarellfarben malt, selbst beigebracht. 

Gemalte Szenen erzählen kleine Geschichten

Michaela Krstic aus Meinerzhagen verarbeitet Wolle zu Filz und stellt daraus dann originelle Dinge her.

Auf ihren Eiern befinden sich nicht nur Muster, sondern liebevoll gestaltete Szenen, die oft kleine Geschichten erzählen. Neben österlichen Motiven sind auch Porträts und Fantasy-Motive unter den Arbeiten der vielseitigen Künstlerin zu finden. „Wichtig ist dabei zunächst, dass die Schale grundiert wird, damit die Farbe auch hält“, erklärt Hermann. Ein weiteres Problem sei der Umstand, dass das Ei gekrümmt ist, das Bild für den Betrachter aber dennoch zweidimensional und proportional richtig erscheinen müsse. 

In einem ganz anderen Stil gestaltet Christina Adamick aus Wuppertal ihre Eier. Unter anderem wendet sie die schlesische Kratztechnik an. „Dabei werden die Eier zunächst flächig angemalt, um dann die Muster mit einem Cuttermesser in die Farbe zu ritzen“, erzählt sie. Bei allen Mustern handele es sich um überlieferte, original schlesische Motive.

Ebenfalls beeindruckend: Andere Eier beklebt Christina Adamick mit gepressten und getrockneten Blüten. „Bei der Trocknung muss darauf geachtet werden, dass die Blüten ihre schöne Farbe behalten“, erklärt die Künstlerin dazu. 

Mit Stricken und Häkeln Ostern schöner machen

Birgit Panne aus Meinerzhagen dagegen strickt, häkelt und näht alles, was die Osterzeit schöner machen kann. Socken, Eier mit gehäkelten Verzierungen, oder Eierwärmer, wobei bei der letzten Warengruppe nicht nur BVB- und Schalke-Mützchen, sondern auch Minions über die korrekte Temperatur des Frühstückseis wachen. 

Verpflegung für die Besucher gab es im DRK-Heim.

Beim Bemalen von Gänse-, Wachtel-, Hühner- oder Enteneiern kommt Bozena Smyrek aus Lüdenscheid ihr Beruf zugute: sie ist Porzellanmalerin. 

Mit dem Filzen befasst sich schließlich Michaela Krstic aus Meinerzhagen. Die Kunsterzieherin verarbeitet zunächst Wolle zu Filz, wobei sie sowohl die Technik des Nassfilzens als auch das Trockenfilzen beherrscht. Neben Osterhasen und Eiern stellt die Künstlerin auch sehr extravagante Dinge aus dem Material her, zum Beispiel den Kopf eines Rehbocks oder eines Fuchses, aber auch eine farbenfrohe Blumenumrahmung für einen Spiegel. 

Wer nach der Schnäppchenjagd Appetit auf Kuchen, Schnittchen oder einen Teller Suppe hatte, der konnte die Cafeteria in der direkt an die Villa Wippermann angrenzenden, ehemaligen Feuerwache besuchen, in dem nun das DRK Halver beheimatet ist. Hier sorgte ein Team des DRK und des Bürgerzentrums für das leibliche Wohl der Besucher.

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