Expo Art: Bühne für Kunst der Region

Künstlerinnen und Künstler bei der Expo Art im Halveraner Kulturbahnhof.

Halver - „Kunst ist schön, macht aber auch viel Arbeit.“ Mit Zitaten von Karl Valentin, Pablo Picasso und anderen näherte sich VAKT-Mitglied Klaus-Jürgen Walther am Freitagabend im Kulturbahnhof bei der Eröffnung der 3. Expo-Art Halver dem Begriff „Kunst“ an.

„Es geht darum: Was bewegt den Menschen, wenn er oder sie künstlerisch tätig wird, was sind die Motive“, stellte er bei seiner Einführung in die facettenreiche, von 30 Künstlern aus Halver und Umgebung gestalteten Werkschau als Frage, was Kunst ist, in den Raum. Dies könnten das Festhalten einer Idee, eine Inspiration, aber auch die Wiedergabe innerer Beweggründe, gleichsam eine Art Tagebuch in anderer Gestaltung, sein. Vor diesem Hintergrund seien nicht nur die Werke großer, anerkannter Künstler Kunst, sondern auch das kreative Schaffen von Menschen, die für ihre Motive eine eigene Sprache gefunden haben und sich mit dieser Sprache mitteilen wollen.

Sehr gut besucht war die dritte Auflage der imposanten, alle zwei Jahre vom Verein Aktion Kunst Treff (VAKT) um das Vorstandsteam Karin Schloten-Walther, Uwe Lassen und Gudi Mausbach-Dahl organisierten Gruppenausstellung, bei der sich Fotografie, Malerei, Objektkunst und Bildhauerei begegneten und bereicherten. Abstraktes ging dabei mit gegenständlicher Malerei einher. Landschaftsimpressionen begegneten Lichtinstallationen. Collagen fanden neben Blumenbildern Raum. Objektkunst aus Stein, Holz oder Beton stand zu ausdrucksstarken Fotografien in reizvollem Kontrast. Eigenständige Handschriften und Freude am kreativen Gestalten ließen sich bei allen Arbeiten, die den Kulturbahnhof für drei Tage in eine Begegnungsstätte der bildenden Kunst verwandelten, erkennen.

Zum besonderen Hingucker – um ein Highlight herauszugreifen – entwickelte sich die „Dunkelkammer“, die eine eindrucksvolle Lichtinstallation von Johannes Dennda aus Breckerfeld beherbergte. Um den Moment, in dem aus Glauben Wissen wird, ging es bei seiner Projektion, die auf die drei monotheistischen Religionen verwies und mit Schwarzlicht arbeitete.

Überall in der Schau gab es liebevolle Details, hier eine Bild gewordene Idee, dort lustvolles Experimentieren mit Farbe, mal eine präzise fotorealistische Wiedergabe, mal kunstvolle Verfremdung zu entdecken. Angeregt kamen die Besucher über Kunst beim Rundgang durch die Werkschau ins Gespräch.

Musikalisch umrahmten die beiden Halveranerinnen Zoe Melina Scharfenberg (Gitarre und Gesang) und Melissa Dalli (Gesang), die zusammen das Projekt „MEL²“ bilden, die Vernissage. Mit Stücken wie „Stay with me“ oder „Jar of hearts“ unterstrichen sie den zwanglosen, lockeren Rahmen der Eröffnung.

Für die Bewirtung ihrer zahlreichen Gäste sorgten die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler selbst. Jeder brachte etwas Leckeres als kleinen Imbiss mit. Wer Lust hatte, konnte überdies selbst zu Pinsel und Arylfarbe greifen und sein Scherflein zum Ausgestalten eines Mitmalbildes beitragen. Als nette Kleinigkeit zum Mit-nach-Hause-nehmen hatten die Aktiven des Kunstvereins bemalte Kieselsteine vorbereitet..

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