Karlshöhe

Aussichtsturm: Klares Votum für Sanierung

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Der Heimatverein Halver rückt die Sanierung des Turms auf der Karlshöhe in den Fokus.

Halver - Einstimmig sprach sich der Heimatverein am Mittwoch bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Restaurant „Zum Berliner Platz“ für die Sanierung des Aussichtsturms auf der Karlshöhe aus. Ohne Gegenstimme stimmten die Mitglieder dem Konzept, das Bürgermeister Michael Brosch vorstellte, zu.

Bei der Sitzung, zu der Wilhelm Helbert als 1. Vorsitzender begrüßte, war die Turmsanierung einziger Tagesordnungspunkt. „Der Turm ist jetzt 123 Jahre alt, sozusagen ein ‚alter Knochen’ und das sieht man ihm auch an“, führte Helbert aus. „Er ist seit Jahren abgesperrt und nicht mehr zu besteigen.“ Allerdings gebe es derzeit Überlegungen, ihn zum 125-jährigen Jubiläum in einen vernünftigen Zustand zu versetzen. Chancen dafür seien durchaus gegeben. Dass es auch Gegenstimmen gibt, die für einen Abriss plädieren, verhehlte er nicht.

Als „absolut identitätsstiftendes Gebäude“ würdigte Michael Brosch den Aussichtsturm. „Der Aussichtsturm gehört zu Halver. Er ist das Wahrzeichen.“ Bei Gesprächen sei das immer wieder zu hören. Laut erstem Gutachten, das die Stadt Anfang des Jahres in Auftrag gegeben habe, belaufen sich die Sanierungskosten auf knapp 660 000 Euro. Darin sei jedoch kein Spielraum für Unvorhergesehenes enthalten. Die Stadt gehe daher von einer Summe von 750 000 Euro aus. Halver habe eine realistische Chance, zu diesem Preis eine nachhaltige Sanierung zu erhalten.

Als städtischen Beitrag, über den in den Haushaltsberatungen diskutiert werden muss, brachte der Bürgermeister eine Summe von 350 000 Euro ins Gespräch. Zudem habe er mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der NRW-Stiftung als möglichen Geldgebern bereits erste Gespräche geführt. „Beide Anrufe haben mich hoffnungsvoll gestimmt.“

Lücke bei rund 200 000 Euro

Vorsitzender Wilhelm Helbert, Bürgermeister Brosch, Reinhard Neuhaus und Peter Bell bei der Versammlung.

Bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bei der Anträge bis 1. Oktober gestellt werden müssen, habe er bereits einen Antrag auf Förderung in Höhe von 100 000 Euro – 20 000 Euro für 2017 und (mit Folgeantrag) 80 000 Euro für 2018 – gestellt. Bei der NRW-Stiftung, von der sich die Stadt eine Förderung in Höhe von bis zu 200 000 Euro erhofft, müsse allerdings ein gemeinnütziger Verein wie der Heimatverein Antragsteller sein. „Die Stadt ist nicht selbst antragsberechtigt.“ Zudem müsse sich der Verein verpflichten, den Turm dauerhaft nutzbar zu machen. „Das dauerhafte Nutzungsverhältnis ist wichtig“, betonte Brosch.

Damit wolle sich die Stadt nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern werde weiterhin Eigentümerpflichten wahren. Die dann noch ausstehende Summe von 100 000, besser 200 000 Euro, um „vor unvorhergesehenen Dingen gewappnet zu sein“, müsse durch bürgerschaftliches Engagement zusammengetragen werden.

Einstimmig fiel bei der Abstimmung das Votum für das von Michael Brosch vorgestellte Konzept und die Unterstützung der Sanierungspläne durch den Heimatverein aus. Unter anderem um Fehler bei der letzten Turmsanierung Anfang der 1990er Jahre – laut Architektin Cathrin Brückmann vorrangig in der damals aufgetragenen Imprägnierung zu suchen – und Schäden am Turm („Der Turm hat viele Risse“) ging es bei der anschließenden Diskussion.

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