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Besondere Plakette für den Turm

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Von: Florian Hesse

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Eine Bronzeplakette weist auf die Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hin.
Eine Bronzeplakette weist auf die Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hin. © Hesse, Florian

Vor wenigen Tagen erreichte die Stadt Halver eine Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit dem Hinweis: „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“.

Halver - Die Tafel soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD unterstützte die Stadt bei der Sanierung des Turmmauerwerks mit 100 000 Euro.

Aufgrund von Mauerrissen war die statische Sicherung des Bauwerks gefährdet. Am 12. Juni 2020 konnte der Turm wieder eröffnet werden. Der Aussichtsturm von Halver gehört zu den über 520 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Ab Mai ist der Turm wieder für Besucher geöffnet.
Ab Mai ist der Turm wieder für Besucher geöffnet. © Hesse, Florian

Der Aussichtsturm kann von Mai bis September samstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr bestiegen werden. Der Besuch ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Buchungsmöglichkeit findet sich auf der Homepage der Stadt Halver. Der Eintritt kostet 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Zutritt.

Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) ließ bis 1894 insgesamt 24 Aussichtstürme erbauen, von denen die meisten der aus Holz gebauten Anlagen heute nicht mehr erhalten sind.

Den 23,5 Meter hohen Backstein-Turm in Halver entwarf der Hagener Architekt Gustav Mucke 1892. Im Jahr darauf wurde er in historisierender Gestaltung, in neogotischen und neoromanischen Formen, fertiggestellt.

Mit Einbruch der Dunkelheit wird der Turm über eine Lichtinstallation angestrahlt.
Mit Einbruch der Dunkelheit wird der Turm über eine Lichtinstallation angestrahlt. © Florian Hesse

Der weithin sichtbare Aussichtsturm „zum Zwecke, die Naturschönheiten des Sauerlandes zu erschließen und dem Publikum Lust und Liebe zu Wanderungen durch Berg und Tal einzuflößen“, kostete 5600 Mark. 1911 ging der auf der Karlshöhe, am Ortsausgang von Halver in Richtung Kierspe gelegene Turm in das Eigentum der Stadt über und steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Er liegt heute in einem Naherholungsziel mit verschiedenen Sportanlagen.

Mit Einbruch der Dunkelheit wird er mit wechselnden Motiven angestrahlt. Da Lichtkunstwerk inszenierte der Lüdenscheider Lichtkünstler Tom Groll.

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