Ausschuss winkt Regionale-„Bündel“ durch

HALVER ▪ Es hatte etwas Gebetsmühlenartiges: Nein, so betonten sowohl Jutta Gruß-Rinck vom Düsseldorfer Büro „Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung“ (ASS) als auch Gremiumsvorsitzender Peter Starke (CDU), der Planungsausschuss würde mit einem positiven Votum definitiv nicht über die Investition in Einzelprojekte entscheiden.

Damit wollten sie wohl den Sorgen einiger Kommunalpolitiker vorgreifen, die keinesfalls verfrüht in die Stadtkasse greifen wollen, um etwa die „Häuser der Kultur“ zu bezahlen. Dennoch ging es in der Sitzung am Donnerstagabend auch um Geld. Um viel Geld.

Wie berichtet, liegen mittlerweile konkrete Kosten für die einzelnen Projekte eines „Maßnahmenbündels“ vor, dass der Ausschuss letztlich einstimmig – bei drei Enthaltungen aus der SPD-Fraktion – absegnete. Bislang stellt dieses Votum jedoch nicht mehr als eine Absichtserklärung dar, um sich überhaupt um Fördergelder bewerben zu können, wie auch Hans-Joachim Hamerla vom Büro ASS erklärte. Er stellte den Ausschussmitgliedern erneut die Pläne zur Schaffung einer „Sichtachse“ von der Bahnhofstraße bis zum Rathaus vor. Hamerla sprach auch die Entwicklung am Alten Markt – mit der Option, den Verkehr auf der Frankfurter Straße etwa als Einbahnstraße neu zu regeln – und die Chance für Immobilienbesitzer in der Innenstadt an, die Erneuerung ihrer Fassaden gefördert zu bekommen.

Im Zentrum aller Bemühungen stehen jedoch zunächst die „Häuser der Kultur“ (Schieferhäuser und Villa Wippermann), die laut Hamerla unter allen Startprojekten „Oben an der Volme“ eine besonders hohe Stellung für die Bezirksregierung einnähmen. Die Sorge Paul-Adolf Turcks (UWG) vor einer eventuellen Kostenexplosion bei der Sanierung der Schieferhäuser – so dass für eine Erneuerung der Villa kein Geld mehr übrig bliebe – versuchte Hamerla zu zerstreuen: „Es liegen uns detailierte Untersuchungen vor.“ Alternativ wäre auch eine Kostendeckelung möglich. Für Hamerla steht fest, dass es „Häuser der Kultur“ nur mit den beiden denkmalgeschützten Objekten der Sparkasse geben könne. Diese stünden im besonderen Fokus der Bezirksregierung in Arnsberg, die sich auf eine Förderung der Villa Wippermann allein nicht einlassen würde. ▪ Frank Zacharias

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