Höhenbegrenzung für Engstfeld fällt

Die Konzentrationszone für Windkraftanlagen in Engstfeld bleibt im Flächennutzungsplan.

Halver - Der Flächennutzungsplan mit der Konzentrationszone für Windkraftanlagen in Engstfeld bleibt bestehen. Gleichzeitig wird aber der Bebauungsplan aufgehoben, womit die Höhenbegrenzung auf 99,99 Meter zurückgenommen wird. Darüber hinaus soll aber auf der Grundlage des Gutachtens von Ökoplan untersucht werden, ob das Stadtgebiet weitere Flächen für die Windenergie hergibt.

So sieht das Ergebnis im Ausschuss für Planung und Umweltschutz aus, dessen Mitglieder gestern intensiv beraten und diskutiert haben. Dabei wurde von Beginn an deutlich, dass beinahe alle Ausschussmitglieder gegen die Privilegierung des Baus von Windkraftanlagen (WKA) und für die Beibehaltung der Vorrangzone Engstfeld sowie einer Erweiterung im Stadtgebiet sind. Lediglich Gabriele Apelt (CDU) stimmte dagegen.

Anders sah es bei der Frage aus, ob der Bebauungsplan für Engstfeld, in dem eine Höhenbegrenzung von 99,99 Metern verankert ist, beibehalten oder doch aufgehoben werden soll. Letztlich sprachen sich sechs Mitglieder des Planungsausschusses für die Höhenbegrenzung aus - sieben stimmten für die Aufhebung des Plans. Ob nun auch der Rat auf seiner Sitzung am Montag dieser Empfehlung folgen wird, muss natürlich abgewartet werden.

Sollte der Rat folgen, kann der Märkische Kreis den derzeit ruhenden Antrag eines Investors, der in Engstfeld eine 185 Meter hohe WKA errichten möchte, weiter bearbeiten. Und damit im Fachbereich Bauen und Wohnen weiter gearbeitet und das Stadtgebiet nach möglichen weiteren Konzentrationsflächen untersucht werden kann, dass machte Bau-Fachbereichsmitarbeiter Peter Kaczor deutlich, werde Geld benötigt. Im Haushalt steht derzeit nichts dafür zur Verfügung.

Vor einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Befeuerung (Warnlichter) und roten Warnstreifen warnte Sascha Gerhardt (FDP), die bei Anlagen über 100 Meter notwendig werde. Auch Martina Hesse (CDU) mahnte, Halver nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu betrachten. Das Ganze müsse so verträglich wie möglich gemacht werden. „Wir müssen uns bewegen“, war Dr. Sabine Wallmann (UWG) überzeugt, durch eine Höhenbegrenzung den WKA-Bau in Halver zu verhindern.

Uwe Leinung (Grüne) sprach sich wie Wallmann für eine Aufhebung der Höhenbegrenzung und damit des Bebauungsplans aus. Der Grüne appellierte, wieder die Zielsetzung in den Fokus zu bekommen: „Mit der Windkraft muss es weitergehen!“ Und Jens Gronemeyer (SPD) gab zu bedenken, dass bei höheren WKA - bedingt durch stärkere Stromproduktionsleistungen - weniger Windräder gebaut werden müssten. Letztlich hatte Peter Kaczor darauf hingewiesen, dass die Genehmigung von WKA Einzelfallentscheidungen sind, es gleichwohl aber nur schwer nachzuweisen sei, ob es durch die Höhe eines Windrades eine „erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes“ geben würde.

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