Streit um Prioritäten bei Straßensanierung in Halver

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Hohes Verkehrsaufkommen und kaputte Straße. Eine breite politische Mehrheit favorisierte zuletzt die Sanierung der Verbindungsstraße von Krausebuche über Schöneberge und Rotthausen nach Schalksmühle.

Halver - Die Verwaltung schlägt der Politik vor, die Anwohnerstraße Carthausen im kommenden und im darauffolgenden Jahr zu sanieren. Im ersten Bauabschnitt würde es um knapp 700 Meter gehen, im Folgejahr um weitere fast 400.

Im nächsten Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am Dienstag geht es erneut um die Mittelverwendung für Straßensanierungen im Außenbereich der Stadt. Eine politische Mehrheit aus CDU, Grünen, UWG und FDP hatte dafür im Juni eine Quote von etwa 40 Prozent der insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel durchgesetzt, die außerhalb der Kernstadt für Sanierungen verbaut werden sollte – in Zahlen: rund 300.000 Euro im kommenden Jahr.

In der Ausschusssitzung nach den Sommerferien erfolgte dann der Verwaltungsvorschlag und die Festlegung, die Straße über Im Sumpf und Hesseln gemäß einer Prioritätenliste in Angriff zu nehmen. Doch diesen eigenen Beschluss kassierten die beteiligten Fraktionen mittels Einspruch in der folgenden Ratssitzung wieder ein, um ihn aufs Neue diskutieren zu können.

Nach Ober-Carthausen führt die Straße für die Anwohner. Die Sanierung hätte nach Einschätzung der Verwaltung Priorität.

Der Grund: Bei näherem Hinsehen halte man die Verbindungsstraße von Krausebuche über Schöneberge nach Schalksmühle für sanierungsbedürftiger. Unabhängig von dieser politischen Willensbekundung bringt die Verwaltung mit ihrer Vorlage die Carthausen-Variante in die Debatte.

Auf der Prioritätenliste der Straßenunterhaltung aus konsumtiven Mitteln stehe sie auf Platz eins. Mit zunächst fünf Abschnitten bis Ober-Carthausen benötige man 234.000 Euro und habe noch finanzielle Reserven. Sollte sich für den neuen Vorschlag keine Mehrheit finden, ist die Variante über Schöneberge als alternativer Beschlussvorschlag eingearbeitet.

Geschätzte Kosten von 850.000 Euro

Problem an dieser Stelle ist, dass diese Strecke von der Einmündung der Landesstraße 528 bis zur Ortsgrenze Schalksmühle etwa zwei Kilometer lang ist und die Kosten auf rund 850.000 Euro geschätzt werden. Im Ergebnis müssten drei Bauabschnitte über ebensoviele Jahre gebildet werden. Zugleich müsste die Festlegung erfolgen, die Maßnahme tatsächlich über drei Jahre, jeweils mit Umleitungen, fortzuführen.

Anwohner Peter Waldschmidt zeigt sich von einer möglichen Sanierung der Straße nicht begeistert und erwartet noch mehr Verkehr.

Offen ist auch, ob sich die Anwohner für die Herstellung einer Fahrbahn begeistern würden. Denn schon jetzt klagen sie über erheblichen und zunehmenden Verkehr auf der Strecke. Zu Stoßzeiten staut sich der Verkehr an der Kreuzung Krausebuche bis hinter die Wohnbebauung zurück. „Am liebsten zumachen“ würde Anwohner Peter Waldschmidt die Straße, die trotz gegenteiliger Beschilderung auch von Lkw Richtung Schalksmühle genutzt wird. Sie ist eigentlich verboten ab 3,5 Tonnen. Nur Anwohner dürfen dort schwerere Fahrzeuge bewegen, und dann nur bis Rotthausen.

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