Ausbildungsbörse ist zugleich Leistungsschau

Es gab zahlreiche Ausbildungsberufe zu entdecken. ▪

HALVER ▪ Mit Berufen ist es manchmal wie mit einer Maschine: Auf den ersten Blick erscheint sie kompliziert. Doch mit den richtigen Fachleuten, die das Konstrukt erläutern, fällt es leichter, Zusammenhänge zu verstehen. Nicht anders ging es am Dienstag den Neuntklässlern aus Halver und Schalksmühle, die die zweite Ausbildungsbörse der beiden Kommunen besuchten.

Im Foyer der Ganztagsschule und in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums hatten mehr als 40 Unternehmen ihre Info-Stände aufgebaut. Ihr Ziel: die eigenen Ausbildungsberufe und Stärken vorzustellen. Schließlich sollen zwar zu allererst die Schüler von dem Informationsangebot profitieren, doch Halvers Bürgermeister Dr. Bernd Eicker wies auf die Bedeutung solch einer Messe für die Firmen hin. „Sie können hier die dringend benötigten Fachkräfte für die Zukunft gewinnen“, sagte Eicker in seiner Eröffnungsrede zu den Firmenvertretern, die überdies eine starke Region vertreten würden. Halver und Schalksmühle selbst hätten indes die Aufgabe, sich als Wirtschafts- und Industriestandort zu präsentieren – umso wichtiger sei die Ausbildungsbörse als „Leistungsschau“ der Unternehmen, so Eicker. Der Bürgermeister dankte zudem insbesondere Reinhard Neuhaus von der Stadtverwaltung und Olaf Panne vom Stadtmarketingverein für die Organisation und Unterstützung. Amtskollege Jörg Schönenberg tat es ihm gleich, hoffte zudem, dass einige Schüler am Ende ihres Rundgangs sagen können: „Da ist was bei!“

Und die teilnehmenden Betriebe bemühten sich nach Kräften, entsprechend bei den Neuntklässlern der heimischen Schulen anzukommen. Einige hatten Maschinen mitgebracht, an denen die Azubis von morgen Berufsbilder wie Werkzeug- oder Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer oder Elektroniker erläutert bekamen. Andere setzten auf Demo-Videos oder Produkte „zum Anfassen“. Doch alle standen insbesondere mit Rat und Tat zur Seite, wenn es galt, Details zu den einzelnen Berufen zu erklären, Fragen zum Ausbildungsweg zu beantworten und Karrierechancen aufzuzeigen. Dabei erfreute sich unter anderem der Stand der Bundeswehr großer Beliebtheit – bietet sie doch mehr als 40 unterschiedliche Ausbildungsberufe an. Doch auch der Stand der Märkischen Kliniken und die weiteren großen heimischen Unternehmen, die mit teils aufwendigen Messeständen angereist waren, lockten zahlreiche Schüler an.

Und so konnte jeder mindestens mit Basisinformationen (und Werbegeschenken) den Heimweg antreten. Wie viele der Mädchen und Jungen letztlich tatsächlich ihrem künftigen Arbeitgeber begegnet sind, wird sich zwar noch zeigen. Doch dass das Interesse groß ist, wurde bereits am Dienstag deutlich. Und so kündigte Schalksmühles Bürgermeister an, auch im kommenden Jahr eine Ausbildungsplatzbörse anbieten zu wollen – dann wieder in der Volmegemeinde. ▪ Frank Zacharias

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