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Ausbildungsbetrieb des Jahres: Auszeichnung für Unternehmen aus Halver

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Von: Thilo Kortmann

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Autoprofi Turck wurde als Ausbildungsbetrieb des Jahres für sein Engagement in der Ausbildung ausgezeichnet.
Autoprofi Turck wurde als Ausbildungsbetrieb des Jahres für sein Engagement in der Ausbildung ausgezeichnet. © Hesse, Florian

Die Handwerkskammer Südwestfalen hat Autoprofi Turck als Ausbildungsbetrieb des Jahres 2022 ausgezeichnet. Den mit 2000 Euro dotierte Preis erhält das Halveraner Unternehmen für „soziale Verantwortung und gesellschaftliches Engagement“. Es ist der erste Preis dieser Art für die Kfz-Werkstatt an der Hermann-Köhler-Straße 14. Die Begründung für die diesjährige Auszeichnung: „Ich bringe junge Leute mit schlechten Noten oder ohne Schulabschluss seit Jahren in die Ausbildung“, erklärt Inhaber Frank Turck.

Bereits seit 20 Jahren, seit der Gründung des Autoreparaturservices, setzt er sich besonders für Auszubildende ein, die Probleme in der Schule haben oder keinen Abschluss besitzen. Dabei entdeckt der Autoprofi häufig das Talent während eines Praktikums. „Oft haben junge Leute das Talent zum Schrauben, sind aber nicht gut in der Schule“, erklärt der Halveraner.

Außerdem habe er sich, fügt er hinzu, schon für einen Flüchtling aus Syrien eingesetzt und so versucht, diesen mit einem Ausbildungsplatz vor dem Abschieben zu bewahren. Oder „dem Kapitän der bulgarischen Handballnationalmannschaft habe ich einen Ausbildungsplatz gegeben“. Der Bulgare betreibe heute, sagt Turck, eine eigene Werkstatt.

Wenn wir Stärken erkennen, dann fördern wir die. Wir hacken nicht auf Schwächen herum.

Autoprofi Frank Turck

Bislang habe er zehn solcher Personen – von insgesamt 18 Auszubildenden – in den vergangenen 20 Jahren ausgebildet. „Wenn wir Stärken erkennen, dann fördern wir die. Wir hacken nicht auf Schwächen herum“, erklärt Turck seine Ausbildungsphilosophie. Letztere hat Turck von Rolf Knuth an der Lohstraße, bei dem hat er vor seiner Selbstständigkeit 16 Jahre lang als Kfz-Mechaniker gearbeitet. „Rolf Knuth hat das genauso gemacht, jungen Menschen mit Problemen auch immer eine Chance gegeben“, sagt Turck, der heute häufig beobachtet, dass junge Leute während eines Praktikums auch besser in der Schule würden.

Während des Praktikums geweckt

So wie bei seinem nächsten Auszubildenden im kommenden Jahr. Der sei so schlecht in der Schule gewesen, dass er gar keine Noten bekommen habe, erklärt Turck. Doch das habe sich jetzt schlagartig geändert. „Wir haben ihn während des Praktikums geweckt. Er ist nicht nur ein talentierter Schrauber, sondern jetzt auch viel besser in der Schule.“

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