Flächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten? 

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Halver - In allen Halveraner Wohngebieten sollte künftig Tempo 30 gelten. Der Arbeitsauftrag an die Verwaltung, ein entsprechendes Gesamtkonzept zu erstellen, erging als einstimmiger Beschluss am Mittwochabend im Ausschuss für Planung und Umwelt.

Bis zu nächsten Sitzung soll daher der Fachbereich Bürgerdienste einen zeitlichen Fahrplan vorstellen, bis wann ein solches Konzept erarbeitet werden könnte. 

Der Vorschlag geht zurück auf einen Beitrag von Andreas Hesse (CDU), der damit bei allen Fraktionen offene Türen einlief. Beim Tagesordnungspunkt „Tempo-30-Zone Tannenweg“ fragte Hesse gleich eingangs, warum hier kleinteilig gedacht und keine Gesamtbetrachtung angestellt werde. 

Andreas Gerrath (FDP), Rainer Filling (SPD) und Paul Adolf Turck (UWG) sowioe Uwe Leinung (Grüne) schlossen sich der Überlegung spontan an, so dass binnen weniger Minuten die größtmögliche Koalition für eine flächige Verkehrsberuhigung in der Stadt auf die Beine gestellt war. 

Ebenso einmütig stellte sich die Politik daher auch hinter die Vorlage der Verwaltung, die bereits vorhandene Tempo-30-Zone am Tannenweg deutlich aufzuweiten. Sie beginnt zurzeit in Fahrtrichtung Südstraße mit der linksseitigen Bebauung. Vorschlag ist, das Eingangsschild zu versetzen bis an die Einmündung der „alten“ in die neue Hagedornstraße. 

Das Ende der Zone im Kreuzungsbereich von Lohstraße/Südstraße und Wiesenstraße liegen. Zwischen dieser Kreuzung und dem neuen Kreisverkehr will die Verwaltung im Laufe des Sommers ein Parkkonzept entwickeln. 

Einstimmig folgte der Ausschuss ebenso einem weiteren Antrag: Turck bittet die Verwaltung, das Gespräch mit Kreis und Polizei zu suchen, ob die 30er-Zone vom Tannenweg nicht darüber hinaus auf die Hagedornstraße bis zur Einmündung Frankfurter Straße ausgedehnt werden könne. Der Grund: Seit Fertigstellung der Straße habe sich der Abschnitt zur Rennstrecke entwickelt. Zu beobachten seien Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern, schätzt Turck. Eine Begrenzung auf 30 km/h könnte zumindest dazu führen, dass die Fahrer nicht schneller als 50 führen. 

Zwei Dinge allerdings sprechen möglicherweise gegen diese Ausweitung, gaben Lutz Eicker seitens der Stadt und auch Leinung zu bedenken. Eine hohe Akzeptanz des Limits sei angesichts des Ausbauzustands der Hagedornstraße kaum zu erwarten. Unter diesem Gesichtspunkt dürfte die Kreispolizeibehörde kaum zustimmen. Und auch für den Abfluss des Verkehrs aus dem Fachmarktzentrum sei es unter Umständen sinnvoller, es bei Tempo 50 zu belassen.

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