Kurzer Futterstopp

Auf Durchreise: Seltene Vogelart in Halver gesichtet 

Weißstörche Halver Kamscheid
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Kurzer Stopp in Halver: Sechs Weißstörche futtern sich Reserven für ihre lange Reise an.

Für einen kurzen Stopp auf ihrer Reise landeten sie in Halver. Vor der Linse eines Naturfotografen. Es geht um eine eher seltene Vogelart.

Halver – „Heute nicht so viel los“, dachte sich der Naturfotograf Ulrich Diez aus Lüdenscheid bei seiner Fototour in Halver. Das änderte sich schlagartig, als er von Grünenbaum kommend Richtung Kamscheid fuhr. Dort bemerkte er „etwas Weißes, was nicht so richtig in die heimische Fauna passen wollte“, wie Ulrich Diez berichtet. Es waren sechs Weißstörche auf einer der zahlreichen Wiesen.

Nun ist es zwar so, dass im nördlichen Sauerland nach langer Zeit wieder ein Weißstorchpaar brütet. Aber sechs Vögel dieser Art auf einmal haben eine andere Bedeutung: Sie sind auf ihrem langen Weg nach Südafrika. Dieser findet in Etappen statt. Unterwegs machen sie Stopps, um sich Energiereserven für den Flug anzufuttern – so auch vor Kurzem auf Halvers Höhen.

Ein Regenwurm als Beute: Würmer und Insekten sind die Mahlzeit der Störche auf Halveraner Gebiet.

„Kennzeichnend für ihre Jagdmethode ist das schnelle und systematische Abschreiten der Wiesen mit blitzartigem Zustoßen des Schnabels bei entdeckter Beute“, sagt Ulrich Diez. „Dabei sind sie nicht wählerisch, sondern greifen beherzt zu, was an Kleintieren bis hin zur Größe einer Ratte überwältigt werden kann.“

Da die Böden zum Zeitpunkt der Fotos noch nass waren und Mäuse sich deshalb nicht sehen ließen, beschränkte sich die Mahlzeit der Störche auf Würmer und Insekten. „Die edlen und majestätisch aussehenden Vögel konnten fast zwei Stunden bei ihrer Nahrungsaufnahme in herrlichem Licht beobachtet werden“, berichtet der Naturfotograf. Bis ein vorbeifahrender Pkw dem Schauspiel dann ein Ende setzte. Die Störche wechselten den Ort.

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