„Auf die Bühne und los...“

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Mit ihrem neuen Verein „livemusikclub“ und ihrer „Stage Halle“ bietet die Halveraner Band „midlive“ heimischen Bands die Möglichkeit, vor einem Publikum aufzutreten. ▪

HALVER ▪ Sie alle lieben Musik – und zwar nicht nur hörender, sondern vielmehr in ausübender Weise. Von Kindesbeinen an spielen sie ihre Instrumente oder singen.

Kein Wunder, dass sie sich eines Tages zu einer Band zusammenfanden, um gemeinsam ihrem liebsten Hobby zu frönen. Jetzt sind die Mitglieder der Halveraner Band „midlive“, vielen Musikbegeisterten von zahlreichen Auftritten bekannt, noch einen Schritt weitergegangen: Sie haben einen Musikverein gegründet. Unter dem Titel „livemusikclub Halver e.V.“ möchten sie die Live-Musik im Kreis fördern und die Region musikalisch beleben. „Wir möchten auch anderen Bands die Möglichkeiten geben, vor einem Publikum aufzutreten und live zu spielen. Denn das ist es doch, was eine Band ausmacht“, weiß Thomas F. Bock, Gitarrist der Band.

Und so möchte „midlive“ interessierten, gestandenen Bands ihren Probenraum, mittlerweile als „Stage Halle“ in Halver bekannt, zur Verfügung stellen. Vor vier Jahren haben Thomas F. Bock, Christiane Jung (Gesang), Michael Badura (Gesang, Entertainment), Matthias Kraus (Keyboard) und Thomas Marder (Schlagzeug) die Räume an der Frankfurter Straße angemietet und hergerichtet –  in Eigenleistung beziehungsweise mit Hilfe von Partnern und Freunden. Auf einer erhöhten kleinen Bühne finden komplette Bands Platz, während sich im Zuschauerbereich gut hundert Musikbegeisterte tummeln können. „Das Schöne ist, dass bei uns hinsichtlich der Ausstattung alles vorhanden ist – die Bühne, Verstärker, eine Lichtanlage und so weiter. Die Bands brauchen nur noch ihre Instrumente mitbringen und können sofort loslegen“, verweist Keyboarder Matthias Kraus auf die Vorteile der „Stage Halle“. Und davon sollen in Zukunft eben möglichst viele Musiker profitieren. Auch die Lage der Halle habe sich bewährt, „weil im nahen Umkreis niemand wohnt, können wir zwischendurch auch mal etwas lauter aufdrehen“, weiß Peter Kaczor, Techniker der Band.

Durch die Gründung des eingetragenen Vereins wurden nun die rechtlichen Grundlagen für die Pläne von „midlive“ geschaffen und können umgesetzt werden. Erste Veranstaltungspläne liegen bereits vor, weitere sind in Arbeit – die Ideen kennen bei der Band zurzeit keine Grenzen. Zumal erste Konzerte im Oktober und Februar ein voller Erfolg waren und vom Publikum gut angenommen wurden. „Die Halle war zuletzt immer voll und die Leute haben die Atmosphäre genossen“, sind sich die Mitglieder von „midlive“ sicher. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Der nächste Auftritt ist beispielsweise für den 3. Juli geplant: Die Lüdenscheider Combo „Mills and Friends“ möchte einmal mehr für Stimmung sorgen. Auch Public-Viewing-Angebote zur Fußball-Weltmeisterschaft, eine Jam-Session sowie ein Christmas-Market sind für die Musiker denkbar. „Wir sind eigentlich in alle Richtungen offen, auch eine Jazz- oder Klassikveranstaltung könnten wir uns vorstellen“, erklärt Christiane Jung. Allerdings sei ausschließlich das Publikum jenseits der 30 angesprochen. Dass der Bedarf bei den heimischen Gruppen groß ist, zeigen die zahlreichen Anfragen bei der Band: „Viele Gruppen suchen Locations für ihre Auftritte – und die finden sie nun bei uns.“ ▪ Kerstin Zacharias

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