DRK in Dortmund: „Der mit Abstand intensivste Einsatz“

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Das Halveraner DRK-Team schloss sich dem Patienten-Transport-Zug des Märkischen Kreises an. ▪

HALVER ▪ Der Bombenfund in der Dortmunder Innenstadt hielt am Donnerstag nicht nur die Bevölkerung vor Ort in Atem, sondern auch zwei Halveraner: Rettungshelfer André Trimpop und Rettungssanitäter Thorsten Krüger waren für das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz, um bei der Evakuierung und dem Rücktransport von mehr als 7000 Menschen zu helfen. Im Gespräch mit dem AA berichtete Trimpop am Freitag von seinen Erlebnissen.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Es war der mit Abstand intensivste Einsatz, den wir vom DRK Halver fahren mussten“, erinnert sich der erste Vorsitzende des Ortsvereins an die Stunden in Dortmund. Zwar kam es bekanntlich nicht zur Katastrophe – wie berichtet, konnte die Bombe gegen Mitternacht entschärft werden –, doch sei die Gefahr stets präsent gewesen. „Man hatte immer eine latente Anspannung“, so André Trimpop. Dazu habe auch die Vielzahl der Einsatzfahrzeuge beigetragen, die nach Dortmund beordert worden seien: „Allein auf dem Gelände der Feuerwache 2 standen knapp 400 Wagen mit etwa 800 Rettungskräften.“

Dass die Stadt Dortmund die Lage durchaus ernst nimmt, habe sich bereits am Donnerstagmittag gezeigt, als aus ganz Nordrhein-Westfalen Einheiten angefordert wurden. „Wir mussten schnellstmöglich unter Vollalarm, also mit Blaulicht und Martinshorn, nach Dortmund fahren“, sagt Trimpop. Zuvor habe man jedoch einen Rettungsassistenten in Lüdenscheid auflesen müssen, um eine „DIN-gerechte Besatzung“ im Rettungswagen zu haben. Gemeinsam mit 28 weiteren Einsatzkräften von DRK und Johannitern hatte sich der Patienten-Transport-Zug (PTZ) zunächst auf dem Schützenplatz in Lüdenscheid getroffen, ehe Dortmund angesteuert wurde. Insgesamt waren 20 PTZ vor Ort. ▪ Frank Zacharias

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