Attraktives Neubaugebiet mit günstigen Preisen

Peter Kaczor vom Bau-Fachbereich erläuterte den Stand der Planungen. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Es sei ein attraktives Neubaugebiet, besonders für junge Familien, dessen Grundstücke „sehr günstig auf den Markt“ gebracht werden sollen. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker konnte eine Reihe von Interessierten im Sitzungssaal des Rathauses zur Bürgerversammlung begrüßen, in der es um den „gegenwärtigen Stand der Planung“ für das Neubaugebiet Waldweg ging. Eicker betonte, dass es eine frühzeitige Bürgerbeteiligung und noch nichts verbindlich sei. Man werde sich noch häufiger mit dem Thema beschäftigen.

Gleichwohl gehen der Bürgermeister und Kämmerer Markus Tempelmann davon aus, dass möglicherweise schon im Herbst des nächsten Jahres die Erschließung fertig gestellt ist und am Waldweg neu gebaut werden kann. Peter Kaczor vom Fachbereich Bauen und Wohnen hatte zuvor die Planungen erläutert, sozusagen ein Tausch eines ausgewiesenen Baugebiets in Oeckinghausen mit dem im Plangebiet „Höveler Weg“. Dort seien die Grundstücksgrenzen nicht festgelegt, sondern variabel, gebe es einen Grünstreifen mit Versickerungsflächen und -Becken, der gleichzeitig als Ausgleichsfläche dienen soll.

Ein Kritikpunkt in der Bürgerversammlung war, dass die Grundstücke ausschließlich im Erbbaurecht verkauft werden. Dazu meinte Tempelmann, dass die Stadt es lieber als Eigentum gehabt hätte, der Besitzer, die Evangelische Kirchengemeinde, dies aber nicht mache. Gleichwohl sehe er nicht die Nachteile, schließlich gebe es günstige Kaufpreise, da nur der Erbbauzins gezahlt werden müsse. Gleichzeitig machte der Kämmerer deutlich, dass die Stadt die Grundstücke am Waldweg selbst vermarkte. Der Kämmerer wie auch der Bürgermeister zeigten sich sehr zuversichtlich, dass die Flächen des attraktiven Neubaugebiets schnell verkauft sein werden, dies nicht so lange dauere wie in Lütgenheide oder am Neuen Herweg.

Damit die Grundstücke dann auch nicht jahrelang brach liegen, soll es eine Bauverpflichtung (von vermutlich drei Jahren) geben. Den Vorschlag aus Reihen der Bürger, den Grünstreifen zwischen der bestehenden Bebauung des Waldweges und den Neubauflächen zu machen, wird von Seiten der Verwaltung als nicht praktikabel gesehen. Es sei kein ökologisch hochwertiger Bereich, machte Kaczor deutlich, da es sich unter anderem um eine abgeschlossene Grüninsel handele. Und dort zum Beispiel eine Hecke zu pflanzen, funktioniere nicht, das habe Neuen Herweg gezeigt.

Obwohl keine „Handtuchgrundstücke“ – die Flächen seien 16 Meter breit – , regten die Bürger an, die Flächen im nördlichen Bereich etwas größer zu machen und die größeren im südlichen Gebiet dafür ein weniger kleiner. Denn man befürchtet ein wenig, dass sonst die Häuser so dicht nebeneinander stehen, dass man „aus dem Fenster heraus dem Nachbarn guten Tag sagen kann“ – was den Charakter des Gebiets zerstören würde. ▪ Det Ruthmann

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