FDP attackiert Kämmerer Markus Tempelmann

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Wenn es um die Entwicklung freier Flächen durch die Stadt geht, gehen die Meinungen im Rat auseinander. Am Waldweg rollen derweil die Bagger. ▪

HALVER ▪ Ist es eine wirtschaftliche Betätigung der Stadt, wenn sich Kämmerer Markus Tempelmann als Makler betätigt? Wie viel Arbeitszeit muss er darauf verwenden? Sind auch andere Ämter davon betroffen? Und: Hat sich die Zielsetzung nicht geändert? All das wollte Michael Kortmann (FDP) am Montag in der Ratssitzung wissen.

Schließlich sei die Ausweisung von Bauflächen eine Möglichkeit, die demographische Entwicklung zu stoppen, wenn man jungen Familien günstiges Bauland anbieten kann. Jetzt sehe es mehr danach aus, als ob der Kämmerer den Grundstücksverkauf im Bereich Waldweg dazu nutzen würde, Defizite im Haushalt zu stopfen, so der Liberale weiter. Zudem handle man aus einer Monopolstellung heraus – „ist das mit marktwirtschaftlichen Grundsätzen vereinbar?“, fragte Kortmann weiter.

Es werde keine andere Arbeit vernachlässigt, entgegnete Kämmerer Markus Tempelmann. Das gelte auch für den Fachbereich „Bauen und Wohnen“, der natürlich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt sei. Allein schon aufgrund der notwendigen Erschließungsmaßnahmen, auf deren Kosten die Stadt in anderen Fällen meist hängen bleibe. Da sei es doch nur Recht, wenn dies durch den Grundstücksverkauf kompensiert werde.

Daher handele es sich nun auch um ein hoheitliches Vorgehen der Stadt, was auch Bürgermeister Dr. Bernd Eicker deutlich betonte. Schließlich, so fügte Tempelmann abschließend noch an, seien unter den Käufern der bereits verkauften Grundstücke viele Familien mit Kindern.

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