Astronomietag am 28. März

Sterne gucken am Collenberg

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Halver - Wenn es am 28. März dunkel wird über Halver und die Rahmenbedingungen stimmen, könnte es am Collenberg etwas zu sehen geben. Der letzte Samstag im März ist Astronomietag, an dem bundesweit viele Sternwarten und Teleskope öffentlich zugänglich sind.

Unter den vielen Veranstaltungen ist diesmal auch eine in Halver dabei: Der Amateur-Fotograf und Astronomie-Fan von Kindesbeinen an, Joachim Kruse aus Halver, beteiligt sich vor Ort und wird mit Teleskop und Kamera auf der Anhöhe am Collenberg mit Rundumsicht in alle Himmelsrichtungen Position beziehen. Jeder Interessierte ist willkommen. Der Eintritt ist frei. 

Ausrichter des Astronomietages ist bereits in der 18. Auflage die Vereinigung der Sternfreunde – tätig in Deutschland und der Schweiz. Der Astronomietag 2020 steht – passend zum Himmelsanblick – unter dem Motto „Venus, Mond und die sieben Schwestern“. Außerdem ruft der WWF (World Wide Fund For Nature) an diesem Abend von 20.30 bis 21.30 Uhr zur weltweiten „Earth hour“ auf, wenn es astronomisch völlig dunkel ist: Vielerorts wird in dieser Stunde die Beleuchtung reduziert – ein guter Anlass, um auf das leidige Thema der Lichtverschmutzung hinzuweisen. 

Venus ist strahlender Abendstern und kann bei sehr klarem Himmel bereits am nachmittäglichen Taghimmel aufgesucht werden. Knapp sieben Grad neben Venus schmückt die schmale Sichel des zunehmenden Mondes den abendlichen Himmelsanblick. Venus und Mond sind bereits in der Dämmerung sichtbar. Die Sonne geht etwa um 19 Uhr unter, gegen 19.30 Uhr machen sich neben Venus und Mond die ersten Sterne bemerkbar. 

Um diese Zeit steht auch Kruse mit seinem Equipment am Collenberg und würde sich über interessierte Gäste freuen. Wenn es dunkel wird – die astronomische Nacht in Halver beginnt um 20.53 Uhr an diesem Tag – zeigen sich auch die im Motto genannten „sieben Schwestern“ über Venus und Mond; gemeint ist der offene Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier. Gezeigt und erklärt wird das an jenem Samstagabend von Joachim Kruse, Mitglied des Fotovereins Halver, der zurzeit im Rahmen einer Ausstellung in der Villa Wippermann unter anderem auch Kruses Astro-Bilder zeigt. Wie sie entstehen, erläuterte er auch am Freitag, 28. Februar, um 19 Uhr in Halver in der Villa Wippermann bei einem Vortrag im Rahmen der laufenden Ausstellung "Wir Fotografen".  

Darin beschäftigt er sich mit der Aufnahmetechnik. Und die ist gar nicht so kompliziert, wie man meinen möchte, wenn man die spektakulären Fotos sieht. „Man braucht nicht unbedingt ein High-End-Gerät“, sagt Kruse. Entscheidender sei ein wenig Grundverständnis der Fotografie – allerdings auch der Fotobearbeitung. Die Überlagerung mehrerer Aufnahmen am Rechner und Kenntnisse der Belichtungsparameter ließen sich durchaus aneignen. Jeder könne zum Collenberg auch seine eigene Kamera beziehungsweise sein Teleskop mitbringen, sagt der 57-Jährige, der noch genau weiß, wann er sich sein erstes Teleskop kaufte: „1977 von meinem Konfirmationsgeld.“

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