Arnsberg prüft Vorwürfe gegen Realschullehrer

HALVER ▪ Mit schweren Vorwürfen gegen einen Lehrer der Halveraner Realschule muss sich derzeit die Bezirksregierung in Arnsberg auseinandersetzen. Nach dem AA vorliegenden Informationen soll es bei der Fahrt der sechsten Klassen in der vergangenen Woche zu sexuellen Übergriffen des Pädagogen gegenüber einzelnen Schülerinnen und Schülern gekommen sein.

Sabine Kneer, Sprecherin des Schulamts der Bezirksregierung, bestätigte unserer Redaktion, dass sich ihre Behörde mit dem Fall auseinandersetzt: „Wir prüfen die Vorwürfe und haben die Sachverhaltsermittlung aufgenommen.“ Im Laufe der kommenden Woche sollen erste Ergebnisse vorliegen und klar sein, ob und welche Konsequenzen für den Lehrer gezogen werden.

Wie es aus gut informierten Kreisen heißt, soll es im Laufe einer Disco am Abschlussabend der Fahrt auf Norderney zu Tätlichkeiten gekommen sein. Dabei habe der Lehrer, so der Vorwurf, auf der Tanzfläche einzelne Schülerinnen und Schüler offenbar gegen ihren Willen am Arm, in einem Fall auch am Gesäß berührt. Eine Schülerin sei aufgrund der Vorfälle immer noch traumatisiert. Bereits in den Tagen zuvor habe sich der Pädagoge auf Norderney immer wieder sexistisch gegenüber einzelnen Schülerinnen geäußert.

Ob sich die Vorwürfe erhärten, prüft derzeit nicht nur die Bezirksregierung, sondern auch die Polizei. Bereits auf Norderney wurde Anzeige gegen den Lehrer erstattet, weitere könnten noch folgen, wie gestern zu hören war. Der Beschuldigte selbst unterrichtet aktuell nicht an der Realschule: Wie es von der Bezirksregierung hieß, ist er erkrankt. ▪ Frank Zacharias

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