Umbauarbeiten

Winterkosmetik im Freibad - auch jetzt wird in der Herpine gearbeitet

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Eine neue Natursteinmauer ziert fortan die Liegewiese. Die Mauer trennt Gehweg und Liegefläche und soll die Herpine für die Badegäste noch schöner machen. 

Halver - An Schwimmen ist in der Herpine noch nicht zu denken. Aber die Vorbereitungen für die neue Saison laufen auch im Winter weiter. Für die Gäste soll es schon vor dem großen Umbau im September einige Verschönerungen geben. 

Wer jetzt im Winter zur Herpine fährt, bekommt mit Sicherheit einen Parkplatz, so viel ist klar. Im Wasser treiben dünne Eisplatten, die die Oberfläche des Wassers wie eine zerknitterte Folie aussehen lassen. Die Wiese ist noch matschig und hier und da sieht man, dass die Maulwürfe auch auf den 30 000 Quadratmetern Wiese aktiv waren. „Das Sauerland hießt Sauerland, weil man hier in den Boden nur schwer einen Spaten bekommt“, sagt Rainer Hutt, der mit seiner Frau und seinem Sohn vor zehn Jahren aus Thüringen nach Halver kam und die Herpine seitdem betreibt. 

Von Mai bis September läuft die Badesaison in dem Waldfreibad. Wenn der letzte Tag des Jahres für das Bad gelaufen ist, werden Stühle, Liegen und Schirme bereits weggeräumt und erste Vorkehrungen für den Winter getroffen. Danach machen die Hutts erst einmal Urlaub, bevor es dann darum geht, das Freibad winterfest zu machen. Normalerweise arbeiten Rainer und sein Sohn Phillipp Hutt bis November in der Herpine. Wenn es das Wetter zulässt, so wie im vergangenen Dezember, sind sie auch dann aktiv. Jetzt im Januar haben sich die beiden Männer einem Projekt gewidmet, das im Jahr 2019 nicht abgeschlossen werden konnte. 

Natursteinmauer entlang der Liegewiese

Entlang der Liegewiese auf der linken Seite des Beckens erweitern sie die Mauer aus Natursteinen als Abgrenzung zwischen Wiese und Gehweg. „Für die Gäste wird es schöner und für uns leichter zu mähen“, sagt Rainer Hutt und lacht. Weiter hinten bei der Filteranlage haben sie ein Beet angelegt und ebenfalls mit den Natursteinen, die aus Lindlar kommen, umrandet. „Im Grunde machen wir ein bisschen Kosmetik“, sagt Rainer Hutt. „Wir haben es gerne überall schön.“ 

Was sie jedes Jahr viele Wochen am Stück und auch noch heute an manchen Tagen beschäftigt ist das ganze Laub. An den Hangflächen sei das nicht mit Maschinen zu entfernen, sondern muss per Hand entfernt werden. Die Hecken wurden geschnitten und kaputte Bäume wurden gefällt. Das alles passiert nur dann, wenn das Wetter mitspielt, sagt Phillipp Hutt. 

Phillipp und Rainer Hutt bauen eine Umrandung für ein neu angelegtes Beet.

Grundreinigung im Kiosk

In der letzten Februarwoche wird noch wird eine Grundreinigung im Kiosk vorgenommen, weil das Wetter nicht so beständig sein soll. Ende Februar sind dann alle Vorbereitungen für die kommende Saison abgeschlossen. Mitte März kommt wie jedes Jahr die Halveraner Feuerwehr und spritzt die Becken mit ihren Schläuchen aus. Und dann? Dann heißt es warten. Im vergangenen Jahr gab es bereits im April ein paar warme Tage, so dass die Herpine außerplanmäßig ihre Tore öffnete. Offiziell eröffnet wird die Badesaison im Waldfreibad am 3. Mai. „Aber bis dahin geht es jetzt ruckzuck.“ 

Großer Umbau im September

Und nach der kommenden Saison wird die Herpine dann im großen Stil umgebaut. Von acht NRW-Kommunen, die Fördermittel von Land und Bund für den Erhalt und Ausbau ihrer Schwimmbäder bekommen, erhält auch Halver 581 000 Euro für das Waldfreibad Herpine. Dann werden unter anderem die Beckenwände, die zum Teil noch aus den 1950er Jahren stammten erneuert, eine neue Wand vom Sprungbrett bis zum Ende des Ein- und Ausstiegs im Nichtschwimmerbereich gezogen und Barrierefreiheit geschaffen.

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