Drei Monate Vollsperrung

L892: Baubeginn verzögert sich - Vollsperrung kommt

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Warnschilder vor allem Möglichen auf kurzer Distanz: Die Sperrung der Heerstraße könnte sich allerdings bis in den September verschieben.

Die geplante Sanierung der maroden Heerstraße (Landesstraße 892) dürfte sich deutlich in den Herbst hinein verschieben. Der ursprünglich angedachte Termin vom 15. bis zum 18. August zum Start der Arbeiten ist längst vom Tisch.

Halver/Oberbrügge - Wahrscheinlich ist aufgrund des organisatorischen Vorlaufs eher die erste oder zweite Septemberwoche als Termin für einen Baubeginn. Bei einer Dauer der Maßnahme von rund drei Monaten wäre mit den nötigen Vollsperrungen bis Mitte oder Ende November zu rechnen. 

Beim Auftraggeber, dem Landesbetrieb Straßen.NRW, sieht man als Verantwortlichen für die Verzögerungen die Stadt Halver, die für ihren Teil der Arbeiten die Aufträge nicht rechtzeitig vergeben habe, heißt es auf Nachfrage des Allgemeinen Anzeigers. Bei der Stadt hingegen verweist man darauf, die Vergabe doch bereits umgesetzt zu haben. Doch die Gewerke greifen ineinander. 

Der Landesbetrieb Straßen.NRW rechnet nun mit der Vergabe seines Abschnitts innerhalb der kommenden zwei Wochen und danach noch bis zu zwei Wochen, die das ausführende Unternehmen als Frist hat, mit den Arbeiten zu beginnen. Der Landesbetrieb ist in diesem Zusammenhang dafür zuständig, die Fahrbahndecke zu erneuern einschließlich der Randanlagen. 

Stadt kümmert sich um Sicherheit der Fußgänger

Städtischer Teil ist, die Kreuzung der L 892 zur Frankfurter Straße baulich herzustellen mit Gehwegen und Hochborden, um innerhalb der geschlossenen Ortschaft die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern. Die Einmündung der Landesstraße, die in Form einer Trompete auf die Frankfurter Straße (L 528) stößt, soll eingeengt werden. Hinzu kommen Querungshilfen für Passanten auf der Heer-, später auch auf der Frankfurter Straße. 

Für Anwohner aus Halvers größtem Ortsteil Oberbrügge bedeutet die Maßnahme erneut, dass sie aufgrund der Sperrungen den Weg über Brügge und Oeckinghausen nehmen müssen. Nach derzeitigem Planungsstand soll die schmale und steile Straße über den Sticht für den Normalverkehr gesperrt werden, um nicht Fahrbahn und Randanlagen durch den Ausweichverkehr zu zerstören. 

Ausnahmen bei Schülerverkehr

Eine Ausnahme soll für Kleinbusse im Schülerverkehr gelten. Die Busverbindung zwischen Oberbrügge und Halver, die von Westfalenbus mit der Linie 134 sichergestellt wird, soll für den Zeitraum der Arbeiten über Brügge (B 229) erfolgen. Die Anbindung der Regenbogenschule in Oberbrügge übernimmt während der Maßnahme die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG). 

Dabei ist die Planung des Öffentlichen Personennahverkehrs verhältnismäßig komplex und erfordert einen gewissen Vorlauf. So war zwischenzeitlich ein Baubeginn für die Heerstraße zum 31. August ins Auge gefasst. Bedeutet hätte das konkret, dass die beteiligten Verkehrsunternehmen ihre Fahrpläne nach der Umstellung vom Ferien- auf den Normalbetrieb entweder zweimal hätten umstellen müssen oder aber mit den Fahrgästen zwischen Oberbrügge und Halver den Umweg über Lüdenscheid-Brügge gefahren wären, während die Heerstraße noch über Wochen frei gewesen wäre.

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