Extreme Nässe erschwert Bauarbeiten

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Die Arbeiten am neuen Gewerbegebiet „Susannenhöhe“ in Oeckinghausen ruhen derzeit. Das Bauunternehmen befindet sich noch in der Weihnachtspause. Zudem hat der starke Regen der vergangenen Wochen dem feinen, bindigen Boden stark zugesetzt. Das Schotterbett (Mitte), auf dem bald die Firma Markes bauen wird, konnte in den vergangenen Wochen fertig gestellt werden.

Halver -  Die Bauarbeiten am neuen Gewerbegebiet „Susannenhöhe“ in Oeckinghausen ruhen. Grund dafür ist die noch bis zum 13. Januar andauernde Weihnachtspause des Bauunternehmens, das mit den Erd- und Ausschachtungsarbeiten beauftragt ist. Aber auch das nasse Wetter der vergangenen Wochen forderte immer wieder Baustopps.

„Wir sind in der Zeit und mit dem Baufortschritt seit Beginn der Arbeiten dennoch zufrieden“, sagte Franz Helmut Engel, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, auf Anfrage unserer Zeitung. Der Regen aber bereite ihm zusehends Sorgen: „Der feine, bindige Sand ist im nassen Zustand nicht zu bearbeiten“, so Engel. Ein leichter Frost könne daher eher von Vorteil sein, um die Bauarbeiten in dem neuen Gewerbegebiet weiter voranzutreiben. Bei leichten Minustemperaturen könnten die derzeit völlig aufgeweichten Straßen nicht befahren werden. „Trockenfrost bringt trockene Luft mit sich, der Boden würde dann auch relativ schnell abtrocknen“, erklärte Engel sein Hoffen auf eine Veränderung der derzeitigen Wetterlage.

Als Baufortschritt bezeichnete er indes die nun fertig gestellte Straße bis zur Erschließung der Firma Markes in dem Gewerbegebiet „Susannenhöhe“. Das Unternehmen aus Lüdenscheid hat in Oeckinghausen eine Fläche von rund 26 000 Quadratmetern erworben und wird seinen Firmensitz nach Halver verlegen. Das Schotterbett als Untergrund für den Gebäudeaufbau wurde kürzlich aufgetragen, so der Fachbereichsleiter weiter. „Unser Ziel war es, das Terrain für die Firma Markes zu bereiten, das haben wir geschafft.“ Zum Baufortschritt konnte die Firma gestern keine Angaben machen.

Als ein weiteres Bauprojekt drängt in den kommenden Wochen zudem die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens. „Für weitere Ausschachtungen benötigen wir aber auf jeden Fall trockenes Wetter“ betont Engel. Was folge, ist die Begrünung der Böschung, voraussichtlich im April oder Mai dieses Jahres. Bei konstanten Wetterbedingungen würden für die Bauarbeiten am Regenrückhaltebecken sechs Wochen benötigt – zuzüglich der Vegetationszeit. Engel: „Im Moment aber müssen die Arbeiten daran ruhen. Den feuchten Boden würden wir derzeit nur zu einem festen Brei vermengen.“ In der Vergangenheit wurde der Boden zur besseren Verarbeitung zum Teil gekalkt. Aber auch diese Möglichkeit der Bodenverbesserung richtet sich nach der Niederschlagsmenge und nütze bei der derzeitigen Nässe nichts. Das sogenannte Drosselbauwerk, das zur Durchflussregulierung zwischen Regenrückhaltebecken und Hälverbach dient, wurde, wie Franz Helmut Engel berichtet, bereits vor Jahresende fertig gestellt. Nach Vorgaben des Märkischen Kreises dürfen nur fünf Liter in der Sekunde in den Bach unweit des neuen Gewerbegebietes fließen, betont Engel. Die aufgetürmten Erdhügel entlang des Baugebietes würden indes für Ausgleichsarbeiten auf dem Baugelände genutzt und nicht, wie wohl von einigen Anwohnern erhofft, als Lärm- oder Sichtschutz verwendet.

Kämmerer Markus Tempelmann, der sich um die Vermarktung der Gewerbeflächen kümmert, gab an, dass sich unterdessen mehrere Firmen für ein Grundstück in dem Gewerbegebiet interessierten und manche mit konkreten Architektenplanungen begonnen hätten. Namen von Unternehmen könne er allerdings erst nennen, wenn ein notarieller Kaufvertrag zustande gekommen sei. Meist aber handele es sich um Halveraner Unternehmen, die eine Umsiedlung ihres Standortes nach Oeckinghausen in Betracht ziehen. Tempelmann: „Die Nachfrage der Grundstücke läuft sehr gut. Ich bin von dem Standort überzeugt und halte ihn für überaus marktkonform.“

Neben der Firma Markes, die im Südwesten des Gewerbegebietes mit dem Bau ihres Unternehmenssitzes begonnen hat, sind auch die in der Skizze (siehe links) umrandeten roten Flächen im Osten (3780 Quadratmeter) verkauft, informiert Tempelmann. Dabei handele es sich um eine planungsrechtliche Gewerbefläche, die aber im Rahmen eines Kompromisses an Anlieger und Naturschützer veräußert wurde, um den Abstand zur nahen Siedlung „Heesfeld“ wahren zu können.

Von Friederike Domke

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