Stadt fordert Schadenersatz für sieben gefällte Eichen

+
Zwischenzeitlich wurde ein Großteil der gefällten Bäume abtransportiert. ▪

HALVER ▪ Dass die Stadt in den vergangenen Monaten verstärkt auf den Holzeinschlag gesetzt hat, um den Haushalt zu konsolidieren, ist kein Geheimnis. Dass jedoch städtische Bäume auch ohne Auftrag abgeholzt werden, scheint ein neuer Trend zu sein.

Nachdem bereits die Rodung einiger Bäume durch Akteure der Agilis GmbH an der Karlshöhe bekannt geworden war, fielen jetzt sieben Eichen an der Falkenstraße der Motorsäge zum Opfer. Entsprechende Informationen bestätigte Kämmerer Markus Tempelmann jetzt auf Anfrage.

Wie es heißt, ist es bei Einschlagarbeiten eines privaten Waldbesitzers offenbar versehentlich zur Rodung der städtischen Hölzer gekommen. Eine endgültige Bewertung des entstandenen Schadens soll noch erfolgen. Nach Informationen unserer Zeitung rechnet man mit einer vierstelligen Summe. „Die Stadt wird auf jeden Fall Schadenersatzansprüche geltend machen“, betonte Markus Tempelmann.

Zuvor hatten sich auch anliegende Bewohner über die Rodungsarbeiten am ehemaligen Wanderparkplatz an der Falkenstraße gewundert. Eine Anliegerin, die regelmäßig mit ihrem Hund den offiziell als „Naturlehrpfad“ bezeichneten Weg geht, ärgerte sich im Gespräch mit dem AA über „ungesicherte Baumstämme“ und die nun schlechte Zuwegung, die kaum begehbar sei. Sie habe sich bereits am Dienstag der vergangenen Woche in dieser Sache an die Stadt gewendet – aktiv geworden sei jedoch niemand. Kämmerer Tempelmann weist jedoch auf das so genannte Rollgeld hin, dass der Waldbesitzer, der schweres Gerät zu seiner Liegenschaft schickt, an die örtliche Forstbetriebsgemeinschaft entrichten muss. „Damit sind Schäden am Untergrund durch die Fahrzeuge abgegolten.“ ▪ Frank Zacharias

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare