Ungewohnter Durchblick an der Frankfurter Straße

Nach der Freilegung des Dachstuhls kann nun mit dem Ausbessern schadhafter Stellen begonnen werden. Später rücken die Dachdecker an, um die Schiefereindeckung wiederherzustellen.

HALVER - Es war ein ungewöhnliches Bild, das sich jenen Halveranern bot, die tagsüber über die Frankfurter Straße spazierten: Männer in weißen Schutzanzügen und mit blauen Säcken ausgestattet waren damit beschäftigt, sukzessive den Dachstuhl des zweiten Schieferhauses freizulegen.

Bevor dieser am Mittwochabend wieder mit einer Folie wetterfest verschlossen wurde, war zwischenzeitlich der komplette Durchblick möglich. Wie Architekt Stefan Czarkowski auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, liege die Priorität der Arbeiten derzeit auf dem Dach des Hauses Nummer 39. Das heißt: Nachdem dieses nach und nach zurückgebaut wurde und die notwendigen Arbeiten an den Fachwerk-Hölzern abgeschlossen sowie die Gefache wieder hergestellt werden konnten, gehe es nun darum, die schadhaften Stellen im Dachstuhl auszubessern. Wenn dies erledigt sei, könnten - wie im Haus nebenan - die Dachdecker kommen, um die Schiefereindeckung wiederherzustellen und damit für einen maximalen Witterungsschutz zu sorgen.

Besonderes Augenmerk habe dabei auf dem Ausbau und der Entsorgung der as-besthaltigen Materialien gelegen. Dies sei jedoch (wie berichtet) bekannt gewesen, so dass man sich darauf habe einstellen können. Zudem unterlägen diese Maßnahmen strengen Auflagen und würden vom Staatlichen Amt für Arbeitsschutz regelmäßig überprüft. Und auch die Arbeiter, die mit der Entsorgung beauftragt sind, würden regelmäßig medizinisch kontrolliert, erklärt Czarkowski.

Im Hinblick auf den zeitlichen Ablauf habe erfreulicherweise das Wetter bislang mitgespielt - dank des milden und vor allem schneefreien Winters habe es so gut wie keine Störeinflüsse und damit auch keine Zeitverzögerungen gegeben. Nichtdestotrotz, so Czarkowski weiter, sei man natürlich jederzeit auf den Ernstfall vorbereitet und könne bei einem plötzlichen Wintereinbruch auch im Inneren der Häuser weiterarbeiten.

In Bezug auf das erste Haus sei man mit den tragenden Gebäudeflächen inklusive der Fassade so gut wie fertig, nur kleinere Restarbeiten stünden noch an. Auch hier habe das Wetter ein konsequentes Arbeiten an der Außenhülle ermöglicht. In den kommenden Woche gehe es nun an den Innenausbau - dann stünden in erster Linie der Einbau der Fenster, die Installationen sowie die Elektrik auf dem Programm. - Kerstin Zacharias

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