Humboldtschule: Innenausbau ist angelaufen

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Architekt Lutz Schützeberg mit Michael Luedtke vom Fachbereich Bauen und Wohnen neben den Lichtkuppeln auf dem Dach der Humboldtschule.

Halver - Der Rohbau des Erweiterungstrakts der Humboldtschule ist fertig, der Innenausbau kann losgehen. Auch eine Verzögerung beim Einbau der Fenster soll den Fortgang der Bauarbeiten nicht stören.

Eigentlich sollten die Fenster Mitte Juli eingebaut werden, stattdessen sind die Öffnungen mit Kunststofffolien versiegelt. „Urlaubsbedingt kam es bei den Fenstern zu Verzögerungen“, erklärt Lutz Schützeberg vom Halveraner Architekturbüro Eicker. Die liefernde Firma könne zwar die Kunststofffenster selbst herstellen, wegen Betriebsferien aber nicht die dazu fehlenden Beschläge. Nun sollen die Fenster Mitte August geliefert werden, einen Monat später als ursprünglich geplant. 

Fehlende Fenster halten Bau nicht auf 

„Das hält uns aber nicht auf“, versichert Schützeberg. Ersatzweise habe der Fensterbauer die Öffnungen mit Plastikfolien verschlossen, sodass die vorgesehenen Arbeiten im Inneren vorgenommen werden können. Die Böden im Erdgeschoss sind alle mit Folien abgeklebt, die Rahmen für die ersten Trockenbauwände gesetzt. In dieser Woche soll dann der Estrich gegossen werden, sodass weitere Arbeiten im Innenbereich dann in Angriff genommen werden können. 

„Wenn der Estrich einmal liegt, dann nimmt die Geschwindigkeit der Veränderungen zu“, sagt Michael Luedtke vom Fachbereich Bauen und Wohnen der Stadt Halver. Ebenfalls in dieser Woche beginnt der Aufzughersteller Thyssen-Krupp mit dem Innenausbau des Aufzugs, damit dieser bis zum Ende der Ferien fertig ist, sagt Schützeberg. In der Schulzeit seien Arbeiten an dem Aufzug aus Sicherheitsgründen nicht möglich gewesen. Da sich aus Brandschutzgründen direkt neben dem Aufzugschacht kein Glas befinden darf, wird aktuell ein Stück der Fenster zum Schul-Atrium durch eine Mauer ersetzt. 

Erfolgreiche Zusammenarbeit 

Die Fenster kommen erst einen Monat später als geplant. Da die Öffnungen mit Plastikfolien dichtgemacht wurden, kann es mit dem Innenausbau aber trotzdem weitergehen.

Die als besonders knifflig angekündigten Dacharbeiten, bei denen das Altdach zum Teil abgetragen und Öffnungen für Lichtkuppeln hineingeschnitten werden mussten, seien gut gelungen, berichtet Architekt Schützeberg: „Das ging nur mit kooperativer und sehr guter Zusammenarbeit.“ Mit den Firmen Wegner (Dachdecker), Plohmann (Zimmerei) und Bock (Rohbau) habe man die Durchbrüche in die Decke konzipiert. Bei der Durchführung der einzelnen Schritte hätten sich die Handwerker gut miteinander abgestimmt. 

„Das war wirklich Teamarbeit, und Petrus hat auch mitgespielt“, sagt Luedtke. Die größte Befürchtung war, dass es bei den Einschnitten ins Dach stark regnen könnte. Entsprechend wurden Vorkehrungen getroffen. Unter die Durchbrüche für die Lichtkuppeln habe man eine Wanne und Absaugpumpen gebaut, um eventuelle Regenmassen auffangen und ableiten zu können. Auf dem Dach standen zudem Notabdeckungen bereit, die man im Regenfall schnell über die Öffnungen hätte schieben können. 

Vier statt sechs Lichtkuppeln 

Es wurden allerdings nur vier statt der ursprünglich geplanten sechs Lichtkuppeln gebaut. Wie sich nämlich erst bei den Arbeiten herausstellte, war die Struktur der alten Deckenkonstruktion etwas anders als vermutet, erläutert Schützeberg die Reduzierung der Kuppelzahl. In den Raum, der künftig für die Ganztagsbetreuung an der Humboldtschule vorgesehen ist, fällt trotzdem genug Licht durch das in die Wand geschnittene Seitenfenster und die lichtdurchlässigen Kuppeln. Diese werden elektronisch zu öffnen sein sein, sagt Schützeberg. Auch eine Belüftungsanlage werde noch eingebaut. 

Die Einschnitte für die Lichtkuppeln und deren Einbau waren nicht die einzigen Arbeiten auf dem Dach selbst. „Das Altdach musste aufgefüttert werden, um das Gefälle zu kompensieren“, sagt Schützeberg. Es war nämlich wegen der innen liegenden Entwässerung entsprechend nach innen geneigt. 

Gebäude ist abgedichtet Das neue Dach, das neben dem Betreuungsbereich im Altbau auch den Neubau überspannt, wird ein Pultdach mit einem Gefälle von zwei Prozent sein. Es werde komplett entlastet, was angesichts der in den vergangenen Jahren gestiegenen Schneelasten auch notwendig sei, sagt Schützeberg. Sparren tragen die Last von der Mitte nach rechts und links ab. Fertig ist das Dach noch nicht, aber abgedichtet ist der Bau auch von oben, sodass Regen für den Ausbau der darunter liegenden Räume keine Gefahr mehr darstellt. „Hauptsache der Laden ist dicht“, sagt Schützeberg. Nun könnten alle am Innenausbau beteiligten Gewerke loslegen. Luedtke: „Jetzt kann es nur vorangehen.“

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