Arbeit ist vorbildlich und eher stark als schwach

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Schulleiter Ralf Gensmann ist zufrieden.

HALVER ▪ Grün und blau sind die dominierenden Farben. Die Bewertungen „eher stark als schwach“ und „vorbildlich“ bringen die Ergebnisse des 80-seitigen Qualitätsberichts farblich auf den Punkt. Die Arbeit der Schule an der Susannenhöhe kann sich sehen lassen. „Das Ergebnis der Analyse ist durchaus gut“, freut sich Schulleiter Ralf Gensmann im AA-Gespräch über die Bewertung.

Experten der Bezirksregierung Arnsberg haben jetzt nicht nur das von der Schule eingereichte Portfolio unter die Lupe genommen, das zwei Aktenordner füllte. Ebenso haben zwei Prüfer an zwei Tagen im Unterricht gegewesen, um ein umfassendes Bild zu erlangen. Interviews mit allen Beteiligten standen ebenfalls an. Anhand festgelegter Kriterien wurde abschließend die Arbeit in vier Stufen bewertet – von „erheblich entwicklungsbedürftig“ bis „vorbildlich“.

„Das, was als Ergebnis rausgekommen ist, entspricht der Realität“, zeigt sich der Schulleiter mit dem Bericht zufrieden. Lediglich in zwei Bereichen erscheint die gelbe Farbe für die Stufe zwei, die „eher schwach als stark“ ausweist – was Gensmann aber nicht als dramatisch ansieht. Punkt 1: Einmal wird darauf hingewiesen, dass das schuleigene Konzept sich im Schulprogramm befindet, doch die Verankerung zu verbindlichen Standards noch nicht abgeleitet wurden. „Das heißt, wir machen das, müssen es aber aufschreiben. Da können wir also dran arbeiten“, blickt der Schulleiter auf seine „Hausaufgaben“.

Punkt 2: Beim „schulinternen Curriculum“ werden Schwächen gesehen. So sollten eigene Lehrpläne geschrieben werden, nicht, wie üblich, die der Grundschule beziehungsweise Hauptschule angewendet werden. Gensmann: „Damit haben die meisten Schulen Probleme. Das ist ein riesen Arbeitsauftrag, der wird Jahre dauern.“

Die Ergebnisse der Schule sind ansonsten aber durchweg positiv. „Vorbildlich“ sind demnach die „Zufriedenheit der Beteiligten“, der „Unterricht – Lernumgebung und Lernatmosphäre“, die „Schülerbetreuung“, der „Lebensraum Schule“, das „soziale Klima“ sowie bei dem Punkt Führung und Schulmanagement das „Ressourcenmanagement“.

Aber auch über Bewertungen, die „eher stark als schwach“ ausfallen, freut sich die Schule, denn nicht immer sei der höchste Wert überhaupt erreichbar. Als Beispiele führt der Schulleiter die Punkte „Leistungskonzept – Leistungsanforderung und Leistungsbewertung“ oder auch „Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses“ an.

Doch nicht nur ein Blick in die Bewertungstabelle bringt Aufschluss über die Arbeit. Auch eine Tortengrafik zeigt, dass nur rund ein Drittel der Zeit „Arbeit im Plenum“ stattfindet – also Frontalunterricht. „Die kooperativen Lernformen sind besonders herausgestellt worden“, freut sich Gensmann über die Analyse.

Und mit solchen Punkten will der Schulleiter auch beim „Tag der offenen Tür“ am kommenden Dienstag punkten. Von 9 bis 13 Uhr erhalten interessierte Eltern dann Einblicke in den Unterricht. Ab 18 Uhr wird die Arbeit der Schule ebenso vorgestellt wie die Ergebnisse der Qualitätsanalyse. ▪ Marco Fraune

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