Apfelsammlung in Halver bringt besseres Ergebnis als 2019

Aus dem Garten in die Flasche

Klaus Brunsmeier, Geschäftsführer der Heesfelder Mühle.
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Immerhin besser als im letzten Jahr: die Apfelernte in der Region.

„Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber es ist auch nicht wirklich gut.“ Rund 2,3 Tonnen Äpfel von Streuobstwiesen – und damit zwar deutlich mehr als im Vorjahr (0,5 Tonnen), aber weniger als vor zwei Jahren (20 Tonnen) – kamen am Samstag bei der alljährlichen Sammelaktion an der Heesfelder Mühle zusammen.

Halver - In Kisten, Körben und Säcken brachten Halveraner und Streuobstwiesenbesitzer aus den umliegenden Städten und Gemeinden ihre Ernte zur Sammelstelle an der Mühle, die den diesjährigen Kürbismarkt nun doch absagen musste. Dort nahmen Klaus und Gaby Brunsmeier das Obst in Empfang, wogen, registrierten und gegen natursüßen Direktsaft oder wahlweise zur Hälfte gegen Bares (20 Euro für 100 Kilogramm Streuobst) tauschten. Unterstützt wurden sie wie gewohnt und auch im Vorjahr von ihren Söhnen Robin und Fabian sowie Vereinsmitglied Rüdiger Rohmann.

Säuerliche Apfelsorten wie der Boskop, Winteräpfel wie der saftige Ontario, Glockenäpfel mit knackigem Fruchtfleisch und viele andere Sorten, die zusammen die ideale Mischung für den daraus gepressten naturreinen Apfelsaft ergeben, fanden sich unter den Früchten. Besonders freute sich Gaby Brunsmeier, Obstwiesenberaterin des Vereins Heesfelder Mühle, über eine halbe Tonne Äpfel aus Othmaringhausen. „Das sind Bäume, die wir über eine Förderung gepflanzt und beschnitten haben“, erläuterte sie. „Das freut mich natürlich besonders.“ Umso mehr, da in diesem Jahr als Folge frostiger Mainächte weder von den eigenen Bäumen in Heesfeld noch von denen in Herlinghausen eine Ernte zu erwarten sei. Zudem habe die Trockenheit den Erntebäumen zugesetzt.

Reiche Ernte – rund 160 Kilogramm Fallobst – brachte indes Ralf Haldimann aus Herscheid zur Heesfelder Mühle. „Das sind noch keine gepflückten Äpfel, nur Fallobst“, betonte er. 30 Bäume – darunter auch Kirsch- und Birnbäume – stehen auf seiner Streuobstwiese. Auch Christian Golka und Freundin Mareike, deren Äpfel aus Hückeswagen stammten, waren zufrieden: „Gerade dieses Jahr waren es so viele Äpfel. Und wenn man Sorten darunter hat, die sauer sind und die man nicht so gern isst, dann ist so eine Sammelaktion super.“

Am 24. Oktober besteht noch einmal Gelegenheit, Äpfel an der Heesfelder Mühle vorbeizubringen. Vor Ort ist dann das Saftmobil, um die Früchte direkt zu Saft zu verarbeiten. Allen, die ihre Äpfel bis dahin aufheben wollen, rät Gaby Brunsmeier zur Lagerung. „Am besten in Kisten stapeln. Je später man die Früchte versaftet, desto besser sind sie nachgereift.“

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