AOK-Geschäftsstellen in Halver und Schalksmühle bedroht

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So nah und bald so fern? Die AOK-Geschäftsstelle Halver an der Von-Vincke-Straße.

Halver - Die AOK Nordwest, zuständig auch für Halver und Schalksmühle, bestätigt Schließungsabsichten für 80 von zurzeit 170 Standorten. Aussagen zur Zukunft der Niederlassungen in Halver an der Von-Vincke-Straße und am Schalksmühler Rathausplatz wollte Jens Kuschel, Pressesprecher der Versicherung, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers nicht treffen. Entschieden werde in den kommenden Wochen über ein „Standortpapier“.

Kündigungen sind nach Aussage Kuschels ausgeschlossen. Wer in der Kundenberatung eingesetzt sei, werde dort auch weiter beschäftigt, dann aber an einem anderen Standort. Bei einem anderen Einsatz werde entsprechend umgeschult. Die Umsetzung der Neustrukturierung beginne im kommenden Jahr, abhängig von den Gegebenheiten vor Ort. Damit bestätigt der Pressesprecher eine Meldung der Hagener Westfalenpost, die am Mittwoch von der Schließung von 60 Geschäftsstellen in Westfalen und weiteren 17 in Schleswig-Holstein berichtete. Grundlage sei ein internes Papier der Kasse mit Stand vom Mai dieses Jahres gewesen, sagte Kuschel zu der Veröffentlichung.

Nach derzeitiger Einschätzung „ändert sich für 70 Prozent der Kunden nichts“, sagt der Pressesprecher. Die Beratung erfolge zudem vielfach auch nicht allein in den Kundenzentren. Gerade Ältere suche man persönlich auf. Gleichzeitig verfolge man das Ziel, die Online-Beratung weiter auszubauen, die bereits jetzt 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr verfügbar sei. „Wir sind immer online“, zitiert die WP Kuschel.

Insgesamt sei das Ziel „eine schlanke Organisationsstruktur“. Arbeitsqualität und Geschwindigkeit sollen besser, die verbleibenden Kundencenter größer, Personal und Kompetenzen dort gebündelt werden.

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