Katrineholmstraße: Baum stürzt in Garten

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Die Wurzeln sind direkt am Stammfuß gebrochen. Auch sie sind augenscheinlich vertrocknet. Etwa 15 Meter hoch ist die Eiche, die jetzt am Radweg liegt.

Halver - Die Bäume seien standfest und stellten kein Sicherheitsrisiko für die Anwohner dar. Das unter anderem war am 8. November Anlass im Umweltausschuss, eine beantragte und vorgeschlagene Fällungsaktion an der Katrineholmstraße beziehungsweise dem parallel laufenden Fuß- und Radweg Richtung Anschlag abzulehnen.

Dieser Beschluss ist auch nicht gekippt. Im Gegensatz zu einer 15 Meter langen Eiche, die seit einigen Tagen im Garten des Hauses Nr. 30 der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle liegt. Etwa zehn Meter liegt die Baumspitze nun entfernt von einer Kinderrutsche und einem Sandkasten. Passiert ist zum Glück nichts, doch die Anwohner fühlen sich bestätigt. 

Zumindest zum Teil steht der Baumbestand sehr nah an den Grundstücken. Die nächste Eiche neben dem umgestürzten Exemplar hätte mit fast 30 Metern Höhe erheblich höheres Gefährdungspotenzial. Und auch bei ihr deutet trockenes Totholz in der Krone auf mögliche Krankheiten hin. Die Bitte der Anwohner, auf eigene Kosten zumindest die gefährlichsten Bäume fällen zu dürfen, war bei der Verwaltung ursprünglich auf offene Ohren gestoßen. 

Im Sinn gehabt hatten die Eigentümer eine Baumreihe direkt neben den Grundstücken der Häuser 24 und 26. Und beim Baubetriebshof war man mit der Beschlussvorlage noch weiter gegangen nach jahrelangen Anfragen der Betroffenen. Danach hätten die Anwohner sägen dürfen, und auch die Stadt hätte mittelfristig auf der anderen Seite des Radweges in eigener Regie eine Durchforstung vorgenommen. 

Trockenes Holz im Kronenbereich. Die Bruchstelle der Äste, die im Garten der WHS-Häuser gelandet sind.

Doch nach dem Ortstermin war die Meinung im Fachausschuss für Planung und Umwelt eindeutig. Man sehe keine Gefahr durch die Bäume und wolle den Alleecharakter des Fuß- und Radweges auf der alten Bahntrasse nicht zerstören. Für einen der Betroffenen, der seit fast 30 Jahren dort wohnt, ist das nicht nachvollziehbar – insbesondere nach der gekippten Eiche. 

Blickt er vom Balkon auf den Bestand an Eichen und Ahornen, sieht er zumindest einen Kandidaten, der seinen Balkon erreichen könnte und mindestens den Garten verwüsten würde. Beim Nachbarn sieht es noch bedrohlicher aus. Dass die Politik im Fachausschuss die Bäume allgemein für standsicher hält, erstaunt den Anwohner. Beim Gang durchs Wäldchen findet sich jede Menge totes Holz an den Bäumen und darunter am Boden. Ganze Bäume sind abgestorben. 

Das Wurzelwerk, vermutet er, finde im hochverdichteten Boden des Bahndamms keinen Halt. Einen Hinweis darauf bietet der liegende Baum. Die Wurzeln sind direkt am Stamm abgerissen und wirken durchmorscht. Dringenden Handlungsbedarf sieht man seitens der Stadt als Eigentümer zurzeit aber nicht. 

Der liegende Baum stelle keine Gefährdung dar und werde in Kürze entfernt. Und im kommenden Jahr stehe ohnehin eine Sichtung am Radweg auf Totholz an, hieß es auf Nachfrage des Allgemeinen Anzeigers.

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