„Antennen sind das größte Handicap“

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Der Aussichtsturm an der Karlshöhe bedarf einer dringenden Sanierung. So lange jedoch die Funkantennen nicht entfernt werden, sind keine Fördermittel zu erwarten. Ohne die wäre das Projekt jedoch kaum zu stemmen. ▪

HALVER ▪ Er ist das Wahrzeichen der Stadt Halver – und die Mitglieder des Heimatvereins haben es sich auf die Fahnen geschrieben, den Aussichtsturm an der Karlshöhe auch für die Zukunft zu erhalten. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Denn bekanntlich würde eine Sanierung des Gebäudes rund 300 000 Euro kosten – Minimum. Aufgrund seines schlechten Zustands und der Gefahr abplatzender Steine ist der Turm seit mittlerweile mehr als einem Jahr für die Öffentlichkeit gesperrt. „Der Zustand des Turms ist nicht besser geworden“, brachte es Wilhelm Helbert, Vorsitzender des Heimatvereins, im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend auf den Punkt.

Größtes Handicap in dem Bestreben, den Erwerb und die Sanierung des Turms finanziell zu stemmen, sind die dort befestigten Mobilfunkantennen verschiedener Anbieter, denn: „So lange sie nicht entfernt sind, werden wir auch keine Fördermittel bekommen“, verwies Helbert auf eine Möglichkeit der Finanzierung. Wie er den Mitgliedern erläuterte, hätte es bereits zahlreiche Gespräche, unter anderem mit Kämmerer Markus Tempelmann, gegeben. Er hätte darauf hingewiesen, dass die Verträge mit den einzelnen Mobilfunkbetreibern noch bis 2016 laufen. „Und bis dahin lässt sich wohl auch nichts machen, es sei denn, man stellt einen neuen Mast auf“, zeigte Helbert die Alternative auf. Zwar würden die Gespräche weiter laufen, doch sei eine Lösung derzeit schwer absehbar. „Bis 2016 ist einfach noch eine lange Zeit.“

Aus diesem Grund hätten die Mitglieder des Vereins die Bemühungen um Spenden in den vergangenen Monaten ein wenig zurück gefahren, denn: „Man wird die Leute nur schwer überzeugen können, für eine Sache zu spenden, die erst in einigen Jahren aktuell wird“, erklärte Helbert die Schwierigkeiten. „Die Spendensammlung läuft derzeit auf Sparflamme“, bestätigte auch Geschäftsführer Reinhard Neuhaus. Eine zeitnahe Lösung für das Wahrzeichen der Stadt scheint somit nicht in Sicht, zumal auch eine Unterstützung der Stadt auf absehbare Zeit nicht zu erwarten ist. „Die Stadt kann das nicht stemmen, die hat im Moment andere Sorgen.“ Dennoch hofft Helbert darauf, den Mitgliedern im nächsten Jahr Positiveres berichten zu können. „Der Turm bleibt in unserem Fokus.“ ▪ Kerstin Zacharias

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