Ansturm auf Rekord-Ostereiermarkt

Wer auf der Suche nach dekorativen Elementen für die Osterzeit war, kam im Bürgerzentrum „Am Park“ auf seine Kosten. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Platz ist in der kleinsten Hütte, sagt man. Nun darf das Heimatmuseum an der Von-Vincke-Straße mitnichten als „Hütte“ bezeichnet werden – doch eng wurde es nicht nur im Obergeschoss des Bürgerzentrums allemal, als der Heimatverein wieder zum Ostereiermarkt eingeladen hatte.

Zum 20. Mal fand die bunte Eierschau nun statt. Und viele Halveraner, aber auch Auswärtige wollten sich diesen „Geburtstagsmarkt“, der zugleich ein Rekordmarkt war, nicht entgehen lassen. 18 Aussteller waren in diesem Jahr nach Halver gekommen – so viele wie noch nie. Dem entsprechend ging es nicht nur vor, sondern auch hinter den Tischen eng zu. Doch der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die Besucher konnten sich über eine nie da gewesene Vielfalt an ovalen Kunstwerken und weiteren Oster-Accessoires erfreuen.

Schon am ersten Tag zeigten sich die Organisatoren Peter Bell und Rudi Olson mit der Resonanz auf den Ostereiermarkt zufrieden: Bereits am Samstag waren mehr als 250 Besucher ins Bürgerzentrum „Am Park“ gekommen. Und das sollte erst der Anfang sein. Traditionell zieht der Sonntag noch mehr Gäste aus nah und fern an – und so war es auch am Sonntag. Am Ende zählten die Veranstalter an beiden Tagen fast 900 Besucher.

Und denen wurde angesichts der Rekord-Ausstellerzahl nicht nur Masse, sondern auch Klasse geboten. Bekannte Hobby-Künstler waren ebenso vertreten wie „Neulinge“: zum Beispiel Mia und Peter Kramer aus dem niederländischen Silvolde. Mehr als 40 verschiedene Eier-Sorten hatten sie aus ihrer Heimat mit nach Halver gebracht. Natürlich waren auch Huhn, Ente und Gans vertreten. Doch die Eier exotischerer Vögel waren in der Mehrzahl: Da durfte das ausgebrütete Oval der chinesischen Zwergwachtel ebenso wenig fehlen wie das außergewöhnliche Ei des Marans-Huhns oder die Gelege verschiedener Fasanarten. Einen Höhepunkt des niederländischen Angebots stellte das Ei eines Emus dar: In seiner leicht gesprenkelten grünen Färbung wirkte es fast wie bemalt. Aber eben nur fast. Wie sämtliche andere Eier des Standes von Mia und Peter Kramer war auch das Emu-Ei unbemalt.

Stolz sind die Kramers dabei auf ihre besondere Technik des „Eier-Ausblasens“, das eigentlich keines ist: Durch ein einziges, vier Millimeter großes Loch wird jedes einzelne Ei entleert und im Inneren gereinigt. „Für 60 Eier brauche ich nur zwei Stunden“, sagt Peter Kramer – der seine Technik aber nicht preisgeben will. Kein Geheimnis macht er indes um seine Bezugsquellen: „Wir kaufen bei Privatleuten, denn Tiergehege verkaufen Eier nie“, sagt Kramer, der – ganz Geschäftsmann – selbst beschädigte Straußeneier gewinnbringend veräußert: als dekorativen Rahmen für ein Teelicht. Und so kamen nicht nur solche Eier-Freunde auf ihre Kosten, die bereits fertig verzierte Ovale kaufen wollten, sondern auch die einen oder anderen Künstler, die bei den Kramers die Basis für die nächsten Kunstwerke erstehen konnten.

Doch auch andere Aussteller waren mit der Resonanz durchaus zufrieden: Wie etwa die Wipperfürtherin Annemarie Lüttgenau, die bereits zum 16. Mal in Halver mit dabei war. Oder auch Renate Köchling, deren verzierte Enteneier bereits am Sonntagmittag ausverkauft waren. „Allerdings bemerkt man schon die hohe Zahl an Mitbewerberinnen“, merkt die Breckerfelderin an.

Froh über einen erneut gelungenen Ostereiermarkt waren am Ende aber alle: Die Veranstalter, die Aussteller und natürlich auch die Gäste, die sich zwischendurch in der Cafeteria des Bürgerzentrum-Teams stärken konnten. ▪ Frank Zacharias

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