Anschlag: „Tempo 30 noch nicht tot“

Auf der Wipperstraße und „Am Anschlag“ gilt nicht ein absolutes, sondern ein eingeschränktes Halteverbot auf dem Seitenstreifen – die Schilder sind jetzt entsprechend ausgetauscht worden. -  Foto: Diederich

Anschlag - Tempo 30 auf der Wipperstraße und „Am Anschlag“ sei noch nicht tot, erklärt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Mit dem Aufstellen der Schilder „Halteverbot“ solle vielmehr die Gefährdung von Fußgängern, insbesondere von Kindern, verringert werden.

Von Det Ruthmann

„Wir haben schnell gehandelt, als wir von der Gefährdung der Fußgänger erfahren haben“, sagt Klein, dass durch die Maßnahme die Seitenstreifen für Fußgänger frei gehalten werden sollen. Die Gefahr für Fußgänger war einer der Gründe, warum von der CDU-Fraktion beantragt wurde, das Tempo auf 30 km/h zu reduzieren. Diesem Antrag ist der Kreis nicht gefolgt. Im Gegenteil, die Anordnung der Halteverbotsregelung führt in Anschlag zu großem Unverständnis.

Das dürfte wahrscheinlich steigen, wenn auch noch Leitbaken aufgestellt werden, um Fahrbahn und Seitenstreifen deutlicher zu trennen. Diese Überlegungen würden derzeit angestellt, so der Kreis-Pressesprecher. Durch den nun „fehlenden Seitenstreifen“ ergebe sich für die Anlieger natürlich ein Parkproblem. Auf Seiten des Kreises vertritt man jedoch die Ansicht, dass es auf den Grundstücken genug Garagen, Carports und Parkplätze gebe. Zudem könne noch auf der Fahrbahn geparkt werden. Wenn größere Fahrzeuge durch Anschlag fahren, käme es im Begegnungsverkehr zwangsläufig zu einer Temporeduzierung.

Im Übrigen hat der Kreis zweimal Geschwindigkeitskontrollen durchführen lassen. „Es gibt natürlich Ausreißer, wie überall woanders auch“, fasst Hendrik Klein die Ergebnisse der Messungen grob zusammen. Doch der größte Teil der Verkehrsteilnehmer würde sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten.

Die Kontrollen waren über mehrere Tage und auch nachts sowie am Wochenende durchgeführt worden. Auch von Seiten der Stadt sollen in Kürze noch Geschwindigkeitsüberprüfungen durchgeführt werden. Dabei werde man darauf achten, dass Tage gewählt werden, erklärte Lutz Eicker vom Fachbereich Bürgerdienste gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger, an denen Motorräder – die Kreisstraßen in Anschlag sind ausgewiesene Routen für Zweiradfahrer – unterwegs sind.

Darüber hinaus werde aber die Polizei ebenfalls Radarkontrollen auf der Wipperstraße und „Am Anschlag“ durchführen und natürlich Knöllchen verteilen oder Anzeigen gegen die Autofahrer schreiben, die sich nicht ans Tempolimit halten.

Im Übrigen würden die Ergebnisse der Geschwindigkeitskontrollen der Stadt, so erläutert der Kreispressesprecher, mit denen des Kreises ausgewertet und letztlich entschieden, ob weitere Maßnahmen auf den beiden Straßen in Anschlag ergriffen werden müssen. „Stadt Halver, Straßen.NRW und wir sind im steten  Austausch“, betonte Klein noch einmal, dass die Ausweisung des eingeschränkten Halteverbots eine erste Maßnahme ist, um die Gefährdung von Fußgängern und besonders Kindern zu mininieren.

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