1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Halver

Diese Schule setzt sich gegen Rassismus ein

Erstellt:

Von: Florian Hesse

Kommentare

Schule ohne Rassismus, AFG Halver
Das Projektteam mit dem Schild. © Florian Hesse

Ein Siegel und eine Urkunde – das ist jedes für sich eine feine Angelegenheit. Doch darum geht es gar nicht. „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, das ist ein dauerhafter Auftrag in die Zukunft.

Halver - Am Anne-Frank-Gymnasium war am letzten Montag vor den Sommerferien ein etwas anderer Schultag. Die gesamte Schülerschaft war noch einmal zusammengekommen, um bei der Übergabe dabei zu sein. Das AFG ist damit nach der Humboldtschule die zweite weiterführende Schule in Halver, die sich um die Auszeichnung beworben und sie erhalten hat. Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg folgt im kommenden Jahr, verriet Alexandra Herl vom Märkischen Kreis, die das bundesweit arbeitende schulische Netzwerk in der Region vertritt.

Siegel Schule ohne Rassismus
Siegel Schule ohne Rassismus für das Anne-Frank-Gymnasium Halver. © Florian Hesse

Am Gymnasium, das den Namen der mit 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordeten Anne Frank trägt, war die Entscheidung, sich um den Auftrag zu bewerben, schon vor rund zwei Jahren gefallen. Die gesamte Schulgemeinde hatte damals abgestimmt. Mehr als 80 Prozent aller Schüler, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter waren dafür, dass sich die Schule in dieser Richtung positioniert: gegen Diskriminierung und für Zivilcourage. Denn das ist der Auftrag, den die Schüler mitnehmen sollen – und zwar überall hin; nach Hause, in die Öffentlichkeit, in den Sportverein. Das machten alle Sprecher deutlich, die sich zum etwas vorgezogenen Schulschluss an die Kinder und Jugendlichen wandten. Die Landtagsabgeordnete Angela Freimuth sprach zu ihnen, sie hatte die Patenschaft fürs Projekt übernommen, Lina Bayerl für die Schülervertretung, Malte Biedermann für die Lehrerschaft in Vertretung für den erkrankten Kollegen Martin Müller und Alexandra Herl. „Das ist keine Urkunde zum An-die-Wand hängen“, sagte Lina Bayerl, „wir sind die Konstrukteure der Zukunft“.

Auch interessant

Kommentare