Corona-Impfung

Annalena Kibbert hat ihren Impftermin - wir begleiten sie auf diesem Weg

Annalena Kibbert aus Halver fährt auf ihrem Fahrrad durch die Straße
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Auf dem Weg zu Impfung begleiten wir die Seniorin Annalena Kibbert. Das Foto ist im Spätsommer entstanden und zeigt die fitte Seniorin, die sich auch von Corona das Leben nicht schwer machen lässt.

Wer älter als 80 ist, bekam in den vergangene Tagen Post. Seit Montag, 25. Januar, können diese Personen Termine für ihre Impfung gegen Corona vereinbaren. Darunter ist auch Annalena Kibbert. Wir begleiten sie auf dem Weg bis zum Pieks.

Halver - Annalena Kibbert ist 84 Jahre alt und möchte sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Wir begleiten sie auf ihrem Weg und halten Sie immer auf dem neuesten Stand.

Donnerstag, 28. Januar, 8.40 Uhr: Jetzt kann die Anreise geplant werden. Annalena Kibbert hat ihren Impftermin in der Schützenhalle am Loh Lüdenscheid erhalten und bestätigt bekommen.

Der Impftermin steht fest

Dafür verantwortlich war ihr Sohn Armin Kibbert, der das Anmeldeverfahren online durchführen sollte. Am Montag, dem ersten Tag, an dem die Möglichkeit bestand, gab es jedoch kein Durchkommen für Armin Kibbert. Die Seite stürzte immer wieder ab. Annalena Kibbert hat davon nichts mitbekommen, erzählt sie. Am späten Abend jedoch probierte es ihr Sohn noch ein weiteres Mal und hatte Erfolg.

Das genaue Datum nennen wir nicht, aber Mitte Februar wird die 84-jährige Halveranerin gegen das Coronavirus geimpft. „Ich bin froh, wenn ich es hinter mir habe, hüpfe aber auch nicht vor Freude“, sagt Kibbert und lacht. Den Termin findet sie in Ordnung. Es hätte früher sein können, hätte aber auch später sein können – von daher ist sie zufrieden. Getreu dem Motto „Et kütt, wie et kütt.“ Ihr Sohn wird sie zum Termin im Februar nach Lüdenscheid begleiten. SARAH LORENCIC

Dienstag, 26. Januar, 19 Uhr: Es geht los. Im Briefkasten von Annalena Kibbert steckte Post vom Gesundheitsamt. Am Donnerstag, 21. Januar, bekam die 84-jährige Halveranerin ihren Impf-Bescheid.

Sie hat zwar nicht ungeduldig darauf gewartet, wie sie erzählt, ist aber froh, dass es jetzt weiter geht. Annalena Kibbert hat die Wahl – den Termin kann sie entweder telefonisch oder online vereinbaren. Weil sie aber keine Lust hat, „lange an der Strippe zu hängen“, wie sie sagt, hat sie ihren Sohn Armin Kibbert beauftragt, einen Termin für sie online zu vereinbaren. „Finde ich gut, dass das auch angeboten wird.“

Sohn soll online einen Termin machen

Allerdings ist die Online-Terminvergabe ernüchternd. „Die Seite stürzt immer ab“, sagt Armin Kibbert, der Montagmorgen mehrmals versucht hat, einen Termin für seine Mutter zu vereinbaren. Seit Montag können Termine vereinbart werden. Nicht nur bei Armin Kibbert war die Seite überlastet. „Et kütt wie et kütt, sagt man in Köln“, meint Annalena Kibbert und bleibt geduldig.

Grundsätzlich kommt sie als Seniorin gut in der Corona-Zeit zurecht. „Ich kann malen, schreiben, kümmere mich ums Kulturfenster – und ich habe auch weiterhin mal Einzelkontakte und schreibe viele E-Mails.“ Sie hat nichts zu meckern. „Ich habe den Krieg noch miterlebt – ich nehme wirklich vieles mit Gelassenheit.“ Die Menschen haben schon vieles überstanden, und auch Corona wird die Menschheit überstehen, ist Kibbert sich sicher. In Gedanken ist sie jedoch bei allen, die um ihre Existenz bangen. „Das ist wirklich schlimm“, sagt die Halveranerin. Am meisten freut sich die Seniorin wieder auf den Tag, an dem sie Kontakt mit kleinen Kindern haben kann. Im Wald hat sie am Wochenende auf Distanz eine Schneeballschlacht mit einer Familie angefangen. „Die kleinen Beine neben den großen der Eltern zu sehen, ist ein wunderbares Bild – es ist so zukunftsweisend.“

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