Mobbing gegen Nutztier-Arche Dahlhausen

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Mit einem Seil wurde der Elektrozaun der Schafsweide umgerissenwenn die Waldschafe ausgerissen wären, hätte beispielsweise der Bock auch Menschen (Kinder) angreifen können. -

HALVER - Birgit Güntner und ihr Mann sind restlos genervt: Immer wieder sehen sie sich sinnlosen Angriffen ausgesetzt, die „Mobbing-Charakter“ haben und teilweise großen Schaden anrichten können. Bis jetzt sei aber alles glimpflich abgegangen, erklärt Birgit Güntner, die seit sechs Jahren die Nutztier-Arche in Dahlhausen betreibt und dort Waldschafe züchtet.

Oft genug sind es aber Zufälle, durch die drohende Gefahren entdeckt werden. Wie im vergangenen Winter, als Güntner an der Scheune vorbeiging, in dem der Trecker stand. Vorne unter dem Trecker war es nass. Das Kühlwasser war offensichtlich abgelassen worden, eine andere Möglichkeit gab es laut Nachfragen bei zwei Traktorfirmen nicht.

Denn nach dem Verschließen des Ablassventils und dem Wiederauffüllen sei das Wasser im Kühler geblieben, erklärt die Besitzerin der Nutztierarche. Bei einer Fahrt ohne Kühlwasser hätte ein Schaden entstehen können, der in die Tausende gegangen wäre, schüttelt Güntner verständnislos den Kopf. Immer wieder sehen sich ihr Mann und sie Angriffen ausgesetzt: So lag eines Tages eine tote Ratte im Briefkasten.

Ein anderes Mal lagen Felsbrocken in der Einfahrt. Die Gartenskulptur, die Birgit Güntner mal zum Geburtstag geschenkt bekam, ist verschwunden. Gepresste Siloballen, die nahe der Schlemme deponiert waren, wurden aufgeschlitzt. „Aber nicht auf die bequeme, schnelle Art, wie es Vandalen tun“, erklärt Güntner. Vielmehr habe man sich durch Büsche an die Ballen herangemacht und sie so aufgeschlitzt, dass man es erst gar nicht sieht.

Natürlich haben sich die Güntners an die Polizei gewandt - zuletzt mit einer Anzeige vom 30. November wegen Sachbeschädigung - aber die kann kaum helfen. Auch wenn man einen Verdacht hat, es fehlen die Beweise. Da hilft auch das Seil nicht, dass Birgit Güntner auf der Schafsweide gefunden hat. Damit wurde offensichtlich der Elektrozaun umgerissen.

„Gar nicht auszudenken, wenn die Schafe ausgebrochen wären“, verdeutlicht Güntner, dass der Bock „seine Frauen verteidigt“ und auch auf Menschen losgeht. Durch sein Boxen mit dem Gehörn könnten schwere bis lebensgefährliche Verletzungen entstehen. Die Tiere hätten aber auch - durch den Strom - verenden können, hätten sie sich im Zaun verheddert.

Durch das Veröffentlichen dieser Angriffe, die es seit mehr als drei Jahren in unregelmäßigen Abständen gibt, hoffen die Güntners, dass Jäger auf den Hochsitzen in Dahlhausen, aber auch vielleicht Nachbarn aufmerksam das Geschehen verfolgen und dadurch dem Treiben ein Ende gesetzt werden kann. - Det Ruthmann

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