Abschleppen als finale Option

Waldfreibad Herpine: Parkplatz-Frust und ein Appell

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Halver - Sonne satt, hohe Temperaturen und die Herpine – klingt nicht nur für Halveraner nach einem schönen Dreiklang, sondern auch für immer mehr Gäste aus der Region. Und die reisen fast alle mit dem Auto an. Doch für mehrere Tausend Besucher sind die Parkflächen nicht ausgelegt. Da kommt es schnell zu Engpässen und Parkplatz-Frust – eine Herausforderung, vor allem für das Ordnungsamt.

„Grundsätzlich ist unsere Erfahrung leider so, dass einige Menschen in Sachen Parken ihr Gehirn ausschalten“, sagt Lutz Eicker vom Ordnungsamt der Stadt Halver. 

Soll heißen: So mancher Besucher fährt mit dem Wohnmobil auf das abschüssige und enge Parkplatzgelände. Wiederum andere stellen ihr Fahrzeug derart weit von Büschen und Bäumen entfernt ab, dass der Wagen mit Heck- oder Frontpartie die schmale Fahrbahn weiter verengt.

Ab und an werden Halteverbotsschilder und schraffierte Flächen, die ein Parkverbot ausweisen, konsequent ignoriert. „Da hilft dann nur noch, die Leute ausrufen zu lassen. Wer nach dem zweiten Aufruf nicht umparkt, wird abgeschleppt“, sagt Eicker.

Dies sei aber die finale Option und 2015 das letzte Mal vorgekommen. Beim Besucheransturm am Wochenende mit mehr als 2000 Gästen hätten sich die Autofahrer an die Parkplatzregeln gehalten, berichtet Eicker. Noch in dieser Woche sollen die entsprechenden Beschilderungen durch den Baubetriebshof aufgestellt werden, kündigt er an.

An heißen Tagen mit erwartbar vielen Besuchern postieren sich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zusätzlich rund um das Schwimmbadgelände und halten mit Walkie-Talkies Kontakt: „Da kann es auch schon mal vorkommen, dass wir die Brücke absperren, um die Situation auf den Parkplätzen zu entschärfen. Wir verweisen dann auf die Parkflächen auf dem ehemaligen Betriebsgelände von JungBoucke oder an der Karlshöhe. Fest steht: Würden wir nicht kontrollieren, würde das Chaos ausbrechen.“

Appell an die Halveraner

Grundsätzlich bittet die Stadt ihre Bewohner darum, nicht mit dem eigenen Auto anzureisen, sondern lieber mit dem Fahrrad oder zu Fuß. „Das sollte eigentlich klar sein“, sagt Eicker.

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