Chancen der digitalen Revolution

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Andreas Pinkwart, Angela Freimuth, Mirco Schmale – um Chancen und Risiken der Digitalisierung ging es am Montag im Steuerberatungsbüro Schmale und Raabe.

Halver - Welche Chancen birgt die digitale Revolution? Auf welche Risiken müssen wir uns einstellen? Wenige Menschen in Deutschland dürften mehr darüber wissen als Professor Andreas Pinkwart.

Pinkwart (FDP) ist Rektor der renommierten Handelshochschule Leipzig und war von 2005 bis 2010 stellvertretender NRW-Ministerpräsident und Minister für Innovation und Forschung. Zu Gast in Halver war der 57-Jährige am Montag auf Einladung des Steuerberatungsbüros Schmale und Raabe in Kooperation mit der FDP Halver. 

Gemeinsam mit Angela Freimuth, FDP-Landtagskandidatin und innovationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, rollte der Wirtschaftswissenschaftler ein Thema auf, das in jeden Lebensbereich hineinreicht. Mit nur wenig wahlkämpferischen Spitzen schilderte Pinkwart eine weltweite Entwicklung, der sich Deutschland stellen müsse. 

Das weltweite Wissen wachse exponentiell mit der zunehmenden Weltbevölkerung, die gleichzeitig praktisch kostenfrei und in Echtzeit rund um den Globus kommunizieren könne. Neues Wissen vernichte zugleich altes. Neue Geschäftsmodelle ersetzten alte und manchmal ganze Branchen. Wie die Erfindung des Stacheldrahts die Arbeitsplätze der Cowboys, gefährde der kommende selbstfahrende Lkw drei Millionen Arbeitsplätze amerikanischer Trucker. 

Die Zerlegung jeglicher Information in den binären Code von 0 und 1 berühre allerdings auch in Halver Industrie und Dienstleister, macht Mirco Schmale deutlich. Weder in Verwaltungen noch Behörden und Wirtschaft sei die Entwicklung in vollem Umfang aufgegriffen worden. Auch Schulen seien in der digitalen Wirklichkeit nicht angekommen, stellte Angela Freimuth fest. Die Kenntnisse in den Kollegien seien nicht hinreichend, sagt Freimuth. „Steinzeitniveau“ attestiert Pinkwart in dieser Hinsicht dem Schulbetrieb, wo Digitalisierung allenfalls in den Pausen stattfinde.

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