Andrang zur Schmidtschen Ausstellungseröffnung

Der 22 Meter lange Stammbaum der Schmid(t)s fasziniert nicht nur Familienmitglieder. Seit Sonntag ist die Chronik im Heimatmuseum zu sehen. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ So voll war es im großen Saal des Heimatmuseums anlässlich einer Ausstellungseröffnung selten: Mehr als 60 Besucher hatten sich am Sonntag im Obergeschoss des Bürgerzentrums eingefunden, um den „Startschuss“ zu einer alles andere als alltäglichen Exposition mitzuerleben.

Mithilfe eins 22 Meter langen Stammbaums wird die „Geschichte einer Halveraner Familie Schmid(t)“ erzählt.

Dass der Ausstellungsraum förmlich aus allen Nähten platzte, lag nicht zuletzt an dem Familientreffen, zu dem die Initiatorinnen Angelika Venter und Margarete Neufeind eingeladen hatten. Und so waren viele gekommen, die vielleicht nicht mehr Schmidt – ob nun mit oder ohne T – heißen, sondern Nachkommen von Johann Peter Schmid sind, der 1705 in Edelkirchen geboren wurde.

Welche Bedeutung diese Ortschaft nicht nur für die heutigen Schmidts, sondern auch für das alte Kirchspiel Halver hatte, zeigte der heimische Autor Werner Sinnwell auf: Er blickte auf die Geschichte des Dorfes zurück und erinnerte auch an die alte Kapelle, die in Edelkirchen lange Zeit – vermutlich seit dem siebten Jahrhundert – stand. Zurück blickte Sinnwell auch auf die Geschichte der einflussreichen, adligen Familie „von Edelkirchen“, deren Ländereien sich bis nach Ostendorf erstreckten. Als Pächter hätten die Schmidts im 18. Jahrhundert wahrscheinlich die Felder derer von Edelkirchen bestellt, so Sinnwell. Nachdem das adlige Geschlecht ausgestorben war, war es an den Schmidts, die Ländereien in und um Edelkirchen zu übernehmen. Die Rückschau auf längst vergangene Tage machte die Familiengeschichte der Schmid(t)s lebendig. Und so schwebte über allen Köpfen wohl auch der Geist Johann Peter Schmids, der Anfang des 18. Jahrhunderts wohl kaum ahnte, dass sich seine Nachfahren noch 300 Jahre später dermaßen für sein Leben in Edelkirchen interessieren würden. ▪ Frank Zacharias

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten im Heimatmuseum zu sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare