Anbau der Humboldtschule in Halver kurz vor Fertigstellung

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Die Dämmung ist am dreigeschossigen Neubau komplett angebracht, bis Dienstag sollen nun auch die roten Fassadenplatten montiert werden.

Halver - Am Anbau der Humboldtschule sind zwar in den vergangenen Wochen weitere Fortschritte gemacht worden, aber ein Teil der Arbeiten hat sich aufgrund der momentanen Auftragslage im Handwerk verzögert. Mit den baulichen Maßnahmen will man noch in diesem Jahr fertig werden.

Eigentlich sollte die Fassade aus Trespa-Platten bereits angebracht sein, sagt Lutz Schützeberg vom Architekturbüro Eicker. Die Dämmung um den mehrstöckigen Neubau ist komplett angebracht, außerdem die Vorrichtung für die Anbringung der Außenjalousien und der Fallrohre. 

Bis Dienstag soll nun die Fassade mit den roten Trespa-Platten verkleidet werden, danach werden auch die Jalousien und Fallrohre angebracht. „Dann sind wir außen fertig“, sagt Schützeberg. Nach dem Neubau sollen auch die Lücken zu der schon vorhandenen Verkleidung am Altbau geschlossen werden und auch die Wände um den Eingang im Untergeschoss eine Trespa-Fassade erhalten.

Halterungen für Fallrohre (runde Stifte), Außenjalousien (größere Platten) und Fassadenplatten (kleinere Platten) am Neubau.

Verzögerungen wegen Auftragslage

Die derzeitige Auftragslage der Handwerksbetriebe ist auch der Grund, warum es im Innenbereich zu Verzögerungen gekommen ist. In einem Flur im Altbau müssten dort verlegte Kabel brandschutzmäßig verkleidet werden, da es sich bei dem Korridor um einen Rettungsweg handelt, erklärt Michael Luedtke vom Fachbereich Bauen und Wohnen der Stadt Halver.

Ein Trockenbauer, mit dem man diese Arbeiten zunächst für den Herbst abgesprochen hatte, habe dann andere Aufträge gehabt, als die Arbeiten dann konkret anstanden. „So haben wir den ganzen schönen Herbst dafür verloren.“ Glücklicherweise habe die Firma Haake trotz voller Auftragsbücher einspringen können. „Die machen die Arbeiten jetzt in Absprache mit der Schulleitung immer nachmittags“, erklärt Luedtke.

In diesem Gang des Altbaus werden Kabel an der Decke brandschutzmäßig verkleidet. Der Korridor ist ein Rettungsweg.

Auch beim Innenausbau des Neubaus ist man vorangekommen. Der Boden liegt in in den meisten Räumen, fast alle Türen, Fenster, Fensterbänke und Heizkörper sind eingebaut. Letztere wurden zum Abtrocknen des Estrichs bereits montiert, müssen in ein paar Fällen aber noch einmal vorübergehend abmontiert werden, um dahinter zu streichen, erklärt Schützeberg.

Ein Anstrich fehlt außer in Teilen des Untergeschosses nur im Bereich für die Mittagsbetreuung im Obergeschoss. Dort ist allerdings inzwischen die Lüftungsanlage installiert und in Betrieb genommen worden.

Der Toilettenbereich im Erdgeschoss ist komplett gefliest, sodass nun die Sanitär- und Heizungsinstallationen folgen können.

Fast fertig sind die WCs im Erdgeschoss, die nun komplett verfugt und gefliest sind, darauf folgt nächste Woche die Installation von Sanitär, Heizung und Elektrik. Gefliest wird derzeit noch der Verbindungsgang zwischen Küche und Mensa. Dessen Verglasung ist komplett bis auf eine beim Transport zerbrochene Scheibe, die nachbestellt werden musste.

Die verbleibenden Restarbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr erledigt werden. „Wir werden bis Weihnachten klar Schiff machen“, sagt Architekt Schützeberg. Die Außenanlagen werden allerdings nicht mehr in diesem Jahr gemacht werden.

Im Verbindungsgang zwischen Küche und Mensa werden momentan noch die Fliesen gelegt.

Wenn die fertigen Räume dann auch genutzt werden dürfen, hängt allerdings auch davon ab, wie schnell Termine für die verschiedenen Abnahmen durch Sachverständige, unter anderem im Bereich Brandschutz, gefunden werden können. Erst danach könne die Endabnahme durch den Märkischen Kreis stattfinden. Schützeberg: „Wir werden schauen, dass wir alle Unterlagen für die behördliche Abnahme zusammentragen.“

Hintergrund

Bereits im März 2017 rückte ein Spezialkran zur Vorbereitung für den Aufzugbau im Innenhof der Schule an. Darauf folgten weitere Bauarbeiten – vor allem in den Sommerferien 2017. Die offene Pausenhalle wurde zu Klassenräumen umgebaut. Im Frühjahr 2018 kümmerten sich die Arbeiter um den neuen Anbau der Humboldtschule. Im April stand das Fundament. Seitdem wird nach und nach alles fertiggestellt. - sar

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