Bald Unterricht in neuen Räumen

Anbau der Humboldtschule Halver kurz vor Endabnahme

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Bereit zur Übergabe: Wenn auch die behördliche Abnahme erfolgt ist, kann die Humboldtschule die neuen Klassenräume nutzen.

Halver – Die neuen Klassenräume im Anbau der Humboldtschule können voraussichtlich ab Februar genutzt werden. Dazu muss in den kommenden Wochen erst noch die behördliche Abnahme erfolgen.

„Stand der Dinge ist, dass wir die Abnahmeberichte der Sachverständigen erhalten und weiter verteilt haben“, sagt Lutz Schützeberg vom Architekturbüro Eicker. „Es gab ein paar geringe Mängel, die aber schon abgestellt wurden.“

Am Dienstag soll eine Vorbegehung mit der Stadt stattfinden, sodass etwaige Mängel noch bis zur Begehung eine Woche später behoben werden können, erklärt der Architekt. Darauf folgt dann noch die Endabnahme durch den Märkischen Kreis. „Vorbehaltlich der Genehmigung ist geplant, die Räume am Montag, 4. Februar, an die Schule zu übergeben.“

Die Räume seien an sich fertig, alle Fußböden verlegt und auch die Fußleisten, Türen und Türstopper angebracht. Die Möbel stehen in den Klassenzimmern und den angrenzenden Differenzierungsräumen schon bereit. „Die Schule muss nur noch die Möbel so hinräumen, wie sie es braucht“, sagt Schützeberg.

Brandschutz-Schotts werden noch gebaut

Abgesehen von kleineren Restarbeiten, die bis zur endgültigen Abnahme erledigt werden müssen, fehlen nur noch die Brandschutz-Schotts in den Fluren in den oberen Geschossen, die den Übergang zwischen dem alten Schulgebäude und dem Anbau bilden. „Die werden ab Montag in Angriff genommen“, sagt Schützeberg, der davon ausgeht, dass die Schotts bis zur Endabnahme fertiggestellt sind.

„Wir haben hier besondere Brandschutzvorgaben, weil wir hier keinen zweiten Rettungsweg haben“, erklärt Michael Luedtke vom Fachbereich Bauen und Wohnen der Stadt Halver. Da man sich aus Platzgründen gegen einen Treppenturm entschieden habe, sind die Schotts erforderlich, um dem Brandschutz zu genügen. Außerdem wurde eine Brandmeldeanlage eingebaut, die ebenso wie die Notbeleuchtung, die Lüftungsanlage bereits von den Sachverständigen abgenommen wurde.

Die Außenverkleidung des Anbaus mit Trespa-Verbundplatten ist fast komplett. „Wir gehen davon aus, dass wir Ende der Woche die Gerüste abbauen können“, sagt Schützeberg. Der Verbindungsgang zwischen Küche und Mensa ist fertig, allerdings fehlt im Außenbereich noch die Rampe für die Anlieferung. Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll das ausgehobene Erdreich wieder aufgeschüttet werden. Die alten Findlinge, die wegen der Baustelle beiseite geräumt wurden, werde man wieder aufstellen, kündigt Schützeberg an. Auch den kleinen Schulgarten, der wegen der Baustelle hatte weichen müssen, soll einschließlich einer Holzhütte wieder angelegt werden, sagt Luedtke.

"So richtig schlecht ist nichts gelaufen"

Insgesamt bewerten Schützeberg und Luedtke die Arbeiten am Anbau positiv. „So richtig schlecht ist nichts gelaufen“, sagt Luedtke. Allerdings habe es einige Verzögerungen gegeben. Ein Großteil der Baumaßnahmen konnte zudem nur während der Ferienzeiten erfolgen. Baubeginn war im Februar 2018. „Weil wir im Winter begonnen haben, hatten wir zum Beispiel höhere Abbindezeiten beim Beton“, sagt Schützeberg.

Außerdem hatte sich in den Spannbetondecken während der Baumaßnahmen Wasser gesammelt, ergänzt Luedtke. Das sei ungünstig gewesen, weil der Beton dann nicht richtig austrocknen konnte. Deswegen habe man den Estrich mit Epoxidharz beschichten müssen.

„Die Zusammenarbeit mit den Handwerkern hat aber überwiegend gut geklappt“, sagt Luedtke. Die Kosten für den Anbau sowie einige weitere Maßnahmen, die vorher oder parallel durchgeführt wurden, darunter der Einbau der neuen Küche, der Lüftungsanlage und des Aufzugs im Innenhof, belaufen sich laut Luedtke auf circa 2,1 Millionen Euro.

Die Baumaßnahmen der Stadt in und rund um das Schulgebäude, die seit 2015 laufen, umfassen zahlreiche Einzelmaßnahmen, die auch noch in den nächsten Jahren weitergehen werden. „Für den Anbau hatten wir uns Schützenhilfe vom Architekturbüro Eicker geholt, aber bei uns laufen die Arbeiten weiter“, sagt Luedtke.

Weitere Maßnahmen im und am Altbau

So sollen in diesem Jahr die Aulatüren so erneuert werden, dass sie dem Brandschutz entsprechen. Auch an anderen Stellen im Altbau sind noch Brandschutzmaßnahmen zu machen. Auch der alte Holzbelag im Innenhof soll entfernt werden, einen genauen Zeitpunkt kann Luedtke noch nicht nennen.

„Ich denke aber, dass wir in diesem Sommer auch damit durch sind.“ Weiterhin werden nach und nach die frei werdenden Klassenzimmer der auslaufenden Realschule renoviert und für die noch im Aufbau befindliche Humboldtschule modernisiert. „Sie sind dann ausstattungsmäßig auf einem modernen Stand“, sagt Luedtke. Wenn die Realschule komplett ausgezogen sei, komme dann auch das Lehrerzimmer an die Reihe.

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