Barrierefrei "aufs Amt"

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Halver - Halvers Rathaus ist endlich barrierefrei. Im kleinen Rahmen wurde am Freitag der neue Warte- und Eingangsbereich eröffnet. Ein Fahrstuhl erschließt jetzt alle Etagen vom Keller bis zum Dach.

Es sollte selbstverständlich sein, dass Menschen im Rollstuhl, mit Rollatoren oder Kinderwagen ein öffentliches Gebäude nutzen können. In der Praxis sei das leider nicht der Fall, sagte Bürgermeister Michael Brosch in seiner Begrüßung vor den beteiligten Mitarbeitern der Stadt, Vertretern der bauausführenden Firmen und der Kommunalpolitik, die mit einem eigenen Arbeitskreis das Vorhaben begleitet hatte. Denn faktisch hätte sich die Tür im Haupteingang nicht mehr öffnen lassen, wenn mehrere Besucher Kinderwagen vor der steilen Treppe hätten abstellen müssen. 

Dieser Zustand ist mit dem neuen Zugang nun Geschichte, und auch für weitere Gebäude, insbesondere die weiterführenden Schulen, gibt es konkrete Überlegungen, sie ohne Hindernisse für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen, gab Brosch am Rande Überlegungen des Verwaltungsvorstands wieder. 

Ebenfalls zur Sprache kam, dass das Projekt, geplant durch das Altenaer Architekturbüro Ossenberg-Engels, auch eine Reihe von Rückschlägen erlitten hatte. Rund 700 000 Euro, zu erheblichen Teilen aus Mitteln der Regionale 2013, stecken im neuen Zugang, und das hat letztlich auch damit zu tun, dass bereits bei den Tiefbaumaßnahmen im April 2016 die ersten Probleme auftauchten. Das Fundament der Fassade musste massiv unterbaut werden, was zum ersten Mal den Zeitplan ins Wanken brachte. Weiter ging’s im Hochbau, als sich die Fachwerkkonstruktion der Nordfassade als durchmorscht herausstellte. 

Reihenweise Fristen gekippt 

Mit diesen Verzögerungen kippten im Anschluss die Fristen für alle Gewerke, erinnert sich Michael Schmidt, Fachbereichsleiter für Bauen und Wohnen, an den Fortgang der Maßnahme, die mit den Umbauten im Rathaus und der Gestaltung der Umlage nun ihren Abschluss gefunden hat. 

Für Besucher und Mitarbeiter seien erhebliche Verbesserungen erzielt worden, zog Brosch Bilanz und dankte Architektin Dorothea Ossenberg-Engels für den behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz des Rathauses, dass neben der Herpine das vielleicht meistfotografierte Motiv Halvers sei. Gerade das sei zuvor extrem kritisch betrachtet worden – wie man einen modernen Anbau mit der Gebäudesubstanz optische vereinbaren könne. Das sei gelungen, „und es hätte auch schiefgehen können“„ stellte Brosch fest.

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