Anbau am Feuerwehr-Gerätehaus in Halver

Baubeschluss im Eilverfahren

Feuerwehrgerätehaus Anschlag Visualisierung
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Das geplante Gerätehaus in Anschlag.

Dass Handlungsbedarf bei der Unterbringung der Jugendfeuerwehr und bei der Platznot des Löschzuges 1, Stadtmitte, besteht, ist Politik und Verwaltung seit Langem klar. Am Mittwochabend machte der Hauptausschuss dann Nägel mit Köpfen und brachte direkt den Baubeschluss für den Anbau an das Gerätehaus Stadtmitte auf den Weg.

Halver - Grund für das beschleunigte Verfahren ist die Hoffnung, noch mit fristgerechter Antragstellung ins Förderprogramm für Feuerwehren auf dem Dorf zu kommen. Dafür aber braucht man das offizielle Votum des Rates. Erhält die Stadt den Zuschlag, könnten es 250 000 Euro werden und damit ein beträchtlicher Teil der Kosten, die der Halveraner Architekt und frühere Feuerwehrchef Stefan Czarkowski für das Projekt errechnet hat. Etwa 610 000 Euro veranschlagt er für das zweistöckige Gebäude, das im Erdgeschoss mit einer kleineren Fahrzeughalle Platz bieten soll für kleinere Fahrzeuge der Wehr und im Obergeschoss Raum für Unterbringung und Schulung der rund 30-köpfigen Feuerwehrjugend.

Diskussionsbedarf sah der Hauptausschuss in keiner Weise. Dass die Raumnot für den Löschzug und die Jugendfeuerwehr behoben werden muss, war allen Beteiligten in der AFG-Aula klar. Und dass die Jugendlichen weiter in der Stadtmitte bleiben, begrüßte ausdrücklich Werner Lemmert, Fraktionschef der UWG: „Prima, dass wir gemeinsam diesen Weg gefunden haben.“

Funktional mit Platz für die Jugendfeuerwehr und kleinere Fahrzeuge.

Unstrittig waren auch die weiteren Feuerwehr-Themen, die auf der Tagesordnung standen. Dabei ging es zunächst um die Bewilligung eines Dringlichkeitsbeschlusses zur Beschaffung eines Stromerzeugers mitsamt Lichtmast, der im Katastrophenfall die Stromversorgung des Gerätehauses Mitte und die Ausleuchtung größerer Einsatzstellen sichern soll. Die nötigen 45 000 Euro lassen sich im Haushalt an anderer Stelle decken. Dringlich wurde der Beschluss, weil Geräte dieser Art zurzeit kaum verfügbar sind. Der Auftrag musste schnell vergeben werden.

Ebenso einstimmig fiel der Beschluss aus zur Neubeschaffung von Fahrzeugen für alle vier Löschzüge. Die sitzen auf betagten Mannschaftstransportwagen (MTW), für die Ersatz hermuss. Der Löschzug Stadtmitte leiht sich derzeit ein Fahrzeug des THW und soll zunächst ein gebrauchtes Fahrzeug erhalten, das der Zug später an die Jugendfeuerwehr weiterreichen kann. Drei neue MTW sollen zeitnah für die anderen Züge beschafft werden, ein neuer für den Löschzug 1 kommt im Nachtrag. Dafür wird die Anschaffung eines Gerätewagens Logistik aufgeschoben.

Und einen kurzen Sachstand zum neuen Gerätehaus in Anschlag konnte Czarkowski noch liefern: Laufen Bauleitplanung und Genehmigungsverfahren wie erhofft, könnte der Baustart im 2. Quartal 2022 erfolgen. Bauzeit: 14 bis 16 Monate.

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