Altenheime schlagen in Lüdenscheid Alarm

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Der Betreiber vom Haus Waldfrieden, Bernd Lauermann, setzt auf doppelte Sicherheit. ▪

HALVER ▪ Die beiden Seniorenheime zeigen sich für den Brandfall gewappnet. Während die Deutsche Hospiz Stiftung nach dem Großbrand in einem Altenheim in Möhnesee verpflichtende automatische Brandmeldeanlagen fordert, können sowohl das Seniorenzentrum Bethanien als auch das Haus Waldfrieden bereits auf solche Sicherheitsmaßnahmen verweisen. Am Hälversprung gibt es sogar eine doppelte Absicherung, damit der Brand in der Feuerwehr-Leitstelle in Lüdenscheid eingeht.

Solch eine Sicherheit hat ihren Preis, weiß Waldfrieden-Betreiber Bernd Lauermann. Mit rund 150 000 Euro hätten die Brandschutzmaßnahmen vom kleinen Melder bis zu den Feuerschutztüren zu Buche geschlagen. Kurz vor dem Baubeginn für die Erweiterung der Einrichtung für Demenzkranke beziffert Lauermann zudem damit verbundene Kosten mit weiteren rund 120 000 Euro. Das entsprechende Brandschutzkonzept sei schon erstellt.

Feuermelder in jedem Raum gehören im Haus Waldfrieden zur Standardausstattung. Ist ein Brand erkannt, wird das Feuer per automatischer Telefon-Meldeanlage der Kreisleitstelle in Lüdenscheid gemeldet. „Die kommen auch bei einem Fehlalarm“, weiß Lauermann. Diese Erfahrung habe er aber nur vor einigen Jahren machen müssen. Seitdem funktioniere das System.

Auf Nummer sicher wird außerdem bei der Meldung gegangen. So gibt es neben dem Festnetz-Anschluss auch noch eine Mobilnetz-Verbindung nach Lüdenscheid. „Das ist mehr als gefordert wird“, legt der Betreiber besonderen Wert auf die Sicherheit. „Der zusätzliche Melder ist sinnvoll.“ Die Wartung der Anlagen und die Schulung der Mitarbeiter ergänzen das Sicherheitskonzept.

Im Seniorenzentrum Bethanien verweist der Brandschutzbeauftragte Friedhelm Schuster ebenfalls auf eine automatische Brandmeldung nach Lüdenscheid. „Es gibt keine Chance, das System zu umgehen.“ Auf die Erfahrungen von eineinhalb Jahrzehnten zurückgreifend, habe es aber kaum Fehlalarme gegeben, vorwiegend während der Bauzeit.

An der Bachstraße sind alle Flucht- und Rettungswege mit Brandmeldern ausgestattet. Hinzu kommen Feuer-Handmelder an den Wänden. Auf den Zimmern seien keine. „Brandschutztechnisch gilt es als sicheres Gebäude“, verweist Schuster auf die erfüllten Auflagen. Die Wartung der Anlagen erfolgt jedes Vierteljahr. ▪ Marco Fraune

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