Brosch wehrt sich gegen Kritik

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Oberbrügge - „Wir sind im Gespräch mit dem Vermieter und auch mit möglichen Mietern. Aber griffig ist da noch nichts. Wichtig ist: Wir sind mit dem Vermieter im Konsens unterwegs“, sagt Halvers Bürgermeister Michael Brosch zur Aldi-Schließung Ende Januar und einer möglichen Folgenutzung des Gebäudes.

Er betont, dass die Stadt nur begrenzt eingreifen könne. Eine Möglichkeit der direkten Einflussnahme gebe es nicht. „Was wir machen können, ist, sich mit potenziellen Mietern und dem Vermieter des Gebäudes an einen Tisch zu setzen“, sagt Brosch. Und dieser Prozess sei bereits angelaufen. Fest stehe aber auch, dass man einen „Vertragspartner unserer Wahl nicht erzwingen“ könne.

Brosch weist Kritik zurück

Die Kritik an einer vermeintlichen Untätigkeit der Stadt (s. AA-Bericht vom 21. Januar) empfindet Brosch als „nicht berechtigt“. Schließlich sei es das im Mietvertrag verankerte Recht des Discounters, den nach Aldi-Standards mittlerweile zu klein gewordenen Standort in Oberbrügge vorzeitig zu verlassen, obwohl der Mietvertrag bis zum 30. November 2018 läuft. „Das ist die Firmenphilosophie. Diese bittere Entscheidung muss man zur Kenntnis nehmen.“

Die Gerüchte über eine baldige Schließung habe er damals auch vernommen, vom endgültigen Weggang aus der Zeitung erfahren. Man habe zum Zeitpunkt, als es noch keine fixe Entscheidung über einen Verbleib gegeben habe, bewusst nicht nach möglichen Nachfolgern Ausschau gehalten. „Wir wollten den Prozess nicht durch eigene Aktivitäten befördern“, sagt Brosch.

Oberbrügger Interessen nach vorne bringen

Die Stadt wolle die Interessen von Oberbrügge nach vorne bringen – nicht nur bei der Suche nach einem Aldi-Nachfolger, sondern auch bei Straßensanierungen. „Wir haben die Straßen in Oberbrügge im Fokus.“ Bei der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses wolle man nach sachlichen Kriterien eine Prioritätenliste erstellen. Fest stehe: „Wir haben Nachholbedarf im gesamten Stadtgebiet.“

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