Aldi in Oberbrügge: „Schließen korrekt ab“

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Oberbrügge - Die Aldi-Filiale in Oberbrügge öffnet am kommenden Samstag, 30. Januar, zum letzten Mal ihre Türen. Nach gut 20 Jahren wird die Verkaufstür um 20 Uhr endgültig abgeschlossen. Auswirkungen auf den regulären Betrieb hat die bevorstehende Schließung bis dahin nicht.

„Die Warenanlieferung am Samstag läuft wie gewohnt ab. Der Betrieb wird dann ganz normal zu Ende gebracht“, sagt Thomas Pfeifer, der Geschäftsführer der Aldi-Regionalgesellschaft Radevormwald.

„So eine Schließung ist für unser Unternehmen nichts Ungewöhnliches“, erläutert Pfeifer. Das Prozedere der internen Abwicklung: „Am Montag werden drei oder vier Mitarbeiter die nicht verkauften Waren ausräumen. Im Anschluss daran werden die Regale abgebaut. Dabei wird geschaut, was man an Mobiliar in andere Filialen bringen oder was als Reserve eingelagert werden kann“, erklärt Pfeifer.

Nach fünf Tagen ist der Laden leer

Bis der Strom abgeklemmt werde, seien die Mitarbeiter rund eine Woche beschäftigt. Das Objekt an der Volmestraße werde, sollte sich vorher kein Mieter finden, erst zum Ende des gültigen Mietvertrags Ende November 2018 an den Vermieter, die Lüsebrink GmbH, übergeben. Die Mitarbeiter der Filiale an der Volmestraße werden in anderen Filialen der Region unterkommen. Dazu seien sie nach möglichen bevorzugten Standorten befragt worden. Zudem sei der Betriebsrat in das Verfahren der Umverteilung eingebunden gewesen. Seinen festen Arbeitsplatz verliere keiner der Angestellten, versichert Pfeifer. „Wir haben lange überlegt, ob wir die Filiale schließen sollen oder nicht. So leid uns das tut, aber letztlich entspricht der Standort nicht mehr den heutigen Anforderungen und ist deswegen auch nicht mehr zukunftsträchtig“, sagt Pfeifer. Zu kleine Verkaufsfläche und zu wenig Raum zur Lagerung nannte Aldi Anfang Januar als Hauptgründe für den Ausstieg.

Der Discounter müsse wirtschaftlich handeln, erläutert Pfeifer. Dies bedeute, dass die neuen Standorte zwar größer sind – etwa 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche statt knapp 700 in Oberbrügge – allerdings auch strengeren Auflagen unterlägen, Stichwort Energiekosten: „Die neue Filiale am Kulturbahnhof wird zum Beispiel mit einer Solaranlage, einer Wärmerückgewinnungsanlage und LED-Leuchten ausgestattet“, sagt Pfeifer. Der technische Fortschritt ginge stetig weiter, so dass sich sogar Schließungen von zehn Jahre alten Märkten lohnen könnten.

Ein neuer Mieter ist derzeit übrigens noch nicht gefunden. Dies bestätigte Marian Scharf, Geschäftsführer der vermietenden Lüsebrink GmbH, gam Mittwoch auf Anfrage von come-on.de.

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