Albert Singers schenken sich selbst ein Konzert zum Geburtstag

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Halver – „Happy Birthday, Albert Singers!“ Zum 18. Geburtstag machten sich die Albert Singers am Samstag in der Nicolai-Kirche mit einem mitreißenden Konzert selbst das schönste Geschenk. Letztmalig unterstrich der Gospelchor aus Halver-Oberbrügge unter Leitung von Matthias Held seine Klasse.

Als ehrgeiziger Chorleiter habe er die Messlatte hoch gehängt, lobte Andrea Reich (1. Vorsitzende) den scheidenden Coach bei der Verabschiedung. Anders als geplant, konnten die Albert Singers ihrem begeisterten Publikum in der voll besetzten Kirche ihren neuen Chorleiter David Blum (Köln) nur im Bild vorstellen, da dieser an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war. „Dürfen wir noch Du sagen oder müssen wir jetzt Sie sagen“, scherzte Pfarrer Martin Pogorzelski, der den Chor und seine illustren Gäste – den Gospelchor „B-WARE|dem Chor“ aus Bielefeld und die German Gospel Singers – in der Kirche willkommen hieß. 

Insgesamt 130 Sängern galt sein herzlicher Willkommensgruß. Mit einem kurzen Abriss der Chorgeschichte stimmte Andrea Reich, die von den Albert Singers als „die beste Chormutti, die wir uns vorstellen können“ gewürdigt wurde, auf einen unvergesslichen Abend ein. Vollgas gab die 40-köpfige Chorgemeinschaft, die mit der Hymne „Celebration“ den Startschuss zu einem mitreißenden Sangesfest gab, von Anfang an. Gemeinsam mit seinen hochkarätigen Gastchören und solo rissen die Halveraner ihr Publikum in der mit Luftballons geschmückten Kirche zu stehenden Ovationen hin.

 Zünglein an der Waage bei ausgefeilten, sprühend lebendigen Arrangements waren Rudolf F. Nauhauser am Saxofon und Ina Lockemann an den Perkussionsinstrumenten. Mit andächtigen, lobpreisenden Liedern – innig und berührend vorgetragen – und furiosen Up-Tempo-Nummern stellte der Chor eindrucksvoll unter Beweis, dass er zu Recht den Titel Konzertchor trägt. Gesangstechnisch meisterten die Albert Singers selbst anspruchsvollste Stücke wie „Vindo“ mit Bravour. Wunderbar band der Chor seine großartigen Solisten Mareike Czelakowski und Rolf Hantschel sowie die ehemaligen Sängerinnen Vanessa Kerspe und Vanessa Dewald in seine kleine Reise durch die Albert Singers-Literatur ein. Songs von Dieter Falk – darunter „Selber denken“ aus dem Pop-Oratorium „Luther“ – durften in dieser Hitparade aus 18 Jahren nicht fehlen. Zu Playback stellte dabei auch Chorleiter Matthias Held seine herausragenden Fähigkeiten als Sänger unter Beweis. 

Zum freudigen Wiedersehen mit Chorgründer Albert Göken geriet bei dem dreistündigen Konzert der Auftritt der German Gospel Singers, einem Zusammenschluss mehrerer Gospelchöre. „Das war so ein bisschen wie nach Hause kommen“, gab der begnadete Entertainer aus Velen, der das Publikum von Anfang an ins pulsierende Sangesfest einband, zu. Spontan steckten der Gospeltrain Ahaus, die Glory Gospels Borken, die Spirit Voices Gescher, die Cornerstones Wickede und der Rainbowgospel Neheim mit der eigenen Begeisterung für den Gesang an. Mit bekannten Titeln wie „Amazing Grace“ und „Love ist the message“ bereicherten die vereinigten Chöre – vollendet zu einer Einheit geschweißt – das Konzert. 

Ihre „Liebe auf den ersten Blick“ festigten „B-WARE|dem Chor“ und die Albert Singers mit gegenseitigen Freundschaftsbekundungen. Unter Leitung von Mitja Rose zauberten beide Chöre dem Publikum mit „Smile“ ein Lächeln ins Gesicht. Mit herrlichen Stimmen, einem vielseitigen Repertoire, Kreativität und Spontaneität demonstrierten die Bielefelder – von Oliver Kleine am Piano begleitet – eindrucksvoll, woher die Begeisterung des örtlichen Gospelchors für die Ostwestfalen rührt. Glänzend: Sonja Stange und Henric Adomeit als Solisten. Von „I’m only human“ bis „Bless the Lord“ spannten die Gäste den Bogen.

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