The Albert Singers begeistern mit neuem Programm in der Nicolai-Kirche

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Halver - Auf direktem Weg, mitreißend und begeisternd, nahmen „The Albert Singers” am 7. Oktober in der voll besetzten Nicolai-Kirche ins Gelobte Land mit.

Ein Gospelfeuerwerk erlebten die Zuhörer mit dem frisch gebackenen „Konzertchor 2018“, der unter Leitung von Matthias Ortmann mit vielen neuen Liedern, gesangstechnischer Perfektion und immenser Ausdruckskraft begeisterte. Stehend feierten die Fans den Gospelchor aus Oberbrügge, der sich zugabenfreudig zeigte und das Sangesfest unter dem Motto „The Way to the Promised Land“ um gleich drei Zugaben verlängerte.

Als allzeit virtuoser Begleiter hatte Rudolf F. Nauhauser am Saxophon maßgeblichen Anteil am Gelingen des Konzerts. Mit „Two Littles Tales“ aus der Feder von E. Desportes unterstrich er auch solistisch seine Klasse. Von Piano aus lenkte Matthias Ortmann seinen stimmgewaltigen Chor, der sich per Navi („Die Route wird berechnet“) auf den Weg ins Gelobte Land machte.

Manch eine Überraschung

Als Moderatorin führte Andrea Reich, Vorsitzende der Albert Singers, durch ein Programm, das mancherlei Überraschungen einschließlich Improvisationsübung für das Publikum bereithielt. Eine wohldosierte Mischung aus andächtigen, innigen Weisen und jubilierendem, freudigem Gotteslob bot der Chor in seinem neuen, zweistündigen Konzertprogramm, in dem auch ausreichend Raum für preisgekrönte Rock-Pop-Balladen wie Enyas „Only time“ – voller Zauber und Magie – war.

Vom Piano aus lenkte Matthias Ortmann seinen stimmgewaltigen Chor.

Zart und berührend interpretierte der Chor den nachdenklichen Song über das Verrinnen der Zeit. Mit „Celebrate“, passend zum Text mit überschäumender Fröhlichkeit umgesetzt, gab der Chor von Anfang an den freudigen Tenor des Konzerts vor. „Was für eine Party“, meinte Andrea Reich dazu.

Ob die Sänger im übertragenen Sinne das Dach von der Kirche hoben („Raise the roof“), Berge erklommen („Ain’t no mountain“) oder ins Gelobte Land („Promised Land“) einzogen: Stets brachten einstudierte Choreographien und Wechsel innerhalb der Aufstellung zusätzliche Bewegung und Vitalität ins facettenreiche Musikgeschehen.

Gesang auch auf Suaheli

Mehrheitlich auf Englisch, aber auch auf Suaheli, der am weitesten verbreiteten Verkehrssprache Ostafrikas, sang der Chor seine Lieder von der Größe Gottes, Beistand in guten und schwierigen Zeiten, Glaubenssehnsucht, Zuversicht und Gewissheit. Seine Solisten – voran Matthias Ortmann – setzte der gemischte Chor dabei immer wieder in Szene.

Neben dem Chorleiter, der in bester Call and Response-Manier immer wieder als „Vorsänger“ und Beatboxer begeisterte, waren Rolf Hantschel, Christina Winkel, Iris Kannenberg und Mareike Czelakowski als Solisten Zünglein an der Waage bei getragenen und mitreißenden Liedern.

Die bemerkenswerte Bühnenpräsenz des Chores nahm die Zuhörer ebenso mit wie die Präzision und der Nuancenreichtum der Darbietungen, die vom bittenden „Lord I want to be a Christian“ bis zum jubilierenden „Gloria“ reichten. Piano und forte mit allen denkbaren Zwischentönen, rhythmisch prägnant und gefühlvoll melodisch sang der Chor seine Lieder in Dur und Moll.

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