„Keine Windparks in Halvers Landschaften“

Peter Kaczor (Mitte) vom Bauamt erklärte bei der Bürgerversammlung am Mittwoch, dass es bald keine Vorrangflächen für Windanlagen geben soll. - Fotos: Finger

Halver - „Wir wollen die Bürger beteiligen und informieren, so auch zum Thema Windenergie“, sagte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker im Feuerwehrgerätehaus. Viele Halveraner waren aber bei der Bürgerversammlung zum Thema „Windenergie in Engstfeld“ nicht erschienen, um sich über die geplanten Neuerungen informieren zu lassen und darüber zu diskutieren.

Peter Kaczor vom Fachbereich Bauen und Wohnen übernahm die Moderation der Gesprächsrunde im Schulungsraum. „Der Bau von Energiegewinnungsanlagen ist privilegiert. Wir wollen ein Änderungsverfahren“, so Kaczor. Demnach soll es zukünftig in Halver keine Vorrangflächen für Windräder geben. Potenzielle Investoren müssten die Anträge dann beim Märkischen Kreis einreichen und selbst entsprechende Gutachten erstellen lassen. „Dann kann theoretisch überall eine Windkraftanlage gebaut werden, nicht nur in den Vorrangflächen.“ Zudem soll die Höhenfestsetzung, die aktuell 99,99 Meter beträgt, aufgehoben werden.

Kaczor erklärte zudem, dass es „aufgrund der bestehenden Gesetze, Rechtsordnungen und Emissionsgrenzen definitiv keine Windparks in Halvers Landschaften geben wird“. Diese gelten als solche - laut Definition des Umweltministeriums - bei Ansammlungen von mindestens drei Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe. „Das geht alleine aufgrund von Abstandsbestimmungen nicht, da wir keine großen, weiten Freiflächen haben, wie zum Beispiel in Norddeutschland“, ergänzte Bernd Eicker. Somit konnte der Bürgermeister auch die Sorgen von Martina Hesse abschwächen, die sich um das Landschaftsbild der Stadt im Grünen besorgt zeigte.

Eine Obergrenze für eine maximale Anzahl an Windkraftanlagen würde es in Halver zwar nicht geben, allerdings habe die Bezirksregierung Halver nicht als Vorrang-Zone für Windenergie eingestuft. „Bisher gibt es nur einen Antrag“, so Eicker. Interessierte Bürger können sich den neuen Nutzungsplan bis zum 15. Dezember im Bauamt anschauen. - Benny Finger

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