Projektantrag für Mehr-Generationen-Park eingereicht

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Der Sportplatz soll insgesamt aufgewertet werden. Das ist nur ein Punkt im Leader-Antrag.

Oberbrügge - Eine Viertelmillion möchte das Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen für das Projekt Mehr-Generationen-Park beim Leader-Programm beantragen. Der entsprechende Antrag wird heute eingereicht. Welche Teile des facettenreichen Plans tatsächlich umgesetzt werden, wird sich im Laufe des Antragsverfahrens zeigen.

Nach dem Treffen vor gut zwei Wochen sollten für die Einzelprojekte Kostenvoranschläge eingeholt werden, erklärt Peter Seyfried vom Aktionsbündnis. Dabei sollen die Projekte auch so umgesetzt werden, dass sie robust und nachhaltig sind. „Wir wollten sehen, was die Ideen kosten, die wir in der Bürgerschaft entwickelt haben.“ Beim Treffen am vergangenen Dienstag wurden die nun zusammengetragen. Dass man nun die höchstmögliche Fördersumme, rund 250.000 Euro, beantragen möchte, sei ursprünglich nicht geplant gewesen. „Es ist eher zufällig, dass es auf so einen Betrag hinausläuft.“

Erstes LAG-Feedback bis zum 11. Oktober

Nach den Förderkriterien von Leader müssen 35 Prozent der Projektkosten durch Eigenleistungen oder aus Fremdmitteln, etwa Spenden, finanziert werden. „Da muss man schauen, wie man das dann stemmt“, sagt Seyfried. Heute soll der Antrag bei der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) von Leader eingereicht werden. Bis zum 11. Oktober solle die LAG dann ein Feedback darüber geben, welche Projekte gefördert werden sollen. „Wir wissen dann aber noch nicht, was bewilligt wird und ob eventuell das ein oder andere rausgestrichen wird“, erläutert Seyfried das weitere Prozedere. Nach dem LAG-Feedback muss das Aktionsbündnis dann einen ausführlicheren Antrag an die Bezirksregierung Arnsberg stellen, die letztlich über die Förderung entscheidet.

Einzelprojekte ergeben Gesamtkonzept

Das Gesamtkonzept für den Mehr-Generationen-Park, das sich auf das Areal rund um Bürgerzentrum und Sportplatz erstreckt, umfasst zahlreiche einzelne Punkte.

  • Vereinsraum: Das DRK-Heim soll zu einem Multifunktionsraum umgestaltet werden, zu einem für jeden nutzbaren Treffpunkt. 
  • Sportplatz: Die Sportplatzanlage soll insgesamt aufgewertet werden, sagt Peter Seyfried. „Der Bolzplatz ist in einem relativ erbärmlichen Zustand.“ Der abgenutzte Kunststoffbelag soll erneuert werden und dabei auch verschiedene Spielflächen – etwa für Fußball und Basketball – markiert werden. Die Fangschutzzäune sollen ebenfalls erneuert werden, und zwar in Form spezieller Zäune, die den Schall aufschlagender Bälle dämpfen und so den Lärm reduzieren. 
  • Beleuchtung: „Der Sportplatz soll eine LED-gestützte Beleuchtungsanlage erhalten, sodass man dort auch noch in der Dämmerung spielen kann“, sagt Seyfried. Auch die Wege um den Teich herum sollen illuminiert werden, damit sie abends noch von Spaziergängern, Gassigehern und Joggern genutzt werden können. 
  • Wege: Dazu müssen auch die Wege selbst aufgewertet werden. „Sie sollen eine Kombination aus Wander- und Spazierweg sowie Crosslaufstrecke werden“, sagt Seyfried. Der Weg soll wieder befestigt werden, wobei der Untergrund naturbelassen bleiben soll. Eine Asphaltdecke ist nicht geplant.

Viele Sport- und Spielmöglichkeiten

  • Sportgeräte: Im Umfeld des Sportplatzes sollen mehrere Sportgeräte und Spielmöglichkeiten entstehen. An Geräten sind unter anderem eine Situp-Bank, eine Hochreckstange, und ein Cross-Trainer geplant. „Diese Einzelelemente sollen um den Platz herum angesiedelt“, sagt Seyfried. Sie sollen aus Stahl und damit auch entsprechend robust gegen Vandalismus sein. 
  • Spielmöglichkeiten: „An der Stelle der früheren Kugelstoßanlage wollen wir einen Boule-Platz verwirklichen, eine mehrere Meter lange Bahn, auf der vernünftig gespielt werden kann“, sagt Seyfried und hofft, dass gerade ältere Leute dort zusammenkommen. Neben der Sprunggrube existiert außerdem bereits ein Feld für Outdoor-Schach, das wieder nutzbar gemacht werden soll. Entsprechende Spielfiguren soll man sich vor Ort ausleihen können, zum Beispiel im Bereich des Bürgerhauses und der Sporthalle. Dort soll man künftig zum Volleyball spielen auch ein Netz ausleihen können. Des Weiteren ist ein Außentrampolin – auf Bodenhöhe – angedacht.
  • Boulderwand: Im Außenbereich der Schule soll eine Boulderwand entstehen und dort entsprechende Klettergriffe verankert werden. Beim Bouldern wird in einer Fallhöhe von maximal zweieinhalb Metern geklettert, wofür auch ein Fallschutz installiert werden muss, zum Beispiel aus Kies oder Weichbodenmatten.

Relaxen auf der Ruhe-Insel

  • Ruhe-Insel: „Die Insel in der Mitte des Teiches soll wieder begehbar gemacht werden“, sagt Seyfried. Damit diese dann zu einer Ruhe-Insel wird, sollen dort sogenannte Relax-Liegen aufgestellt werden. Eine Säuberungsaktion für den Teich, die ursprünglich auch im Rahmen des Leader-Projekts laufen sollte, möchte das Aktionsbündnis unabhängig davon angehen.
  • Wetterschutz und Hütten:  Das sogenannte Amphitheater in der Nähe des Kindergartens soll besser nutzbar gemacht werden. „Den Bereich wollen wir mit einem Wetterschutzsegel überspannen“, sagt Seyfried. Auch eine Zuwegung zwischen Kindergarten und Amphitheater ist angedacht. Die Holzhütten zwischen Sportplatz und Schulhof möchte man so erneuern, dass sie vielseitig nutzbar sind.

Leader

Leader (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale, zu deutsch: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten dafür vor Ort Entwicklungskonzepte. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. Aufgrund des erfolgreich verlaufenden Einsatzes als so genannte Gemeinschaftsinitiative zwischen 1991 und 2005 ist der Leader-Ansatz seit 2006 als eigenständiger Schwerpunkt in die Mainstream-Förderung aufgenommen worden.

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