Pragmatische Lösung statt Hysterie

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Bernd Volkenrath ehrte Horst Heukelbach, Kurt-Dietrich Neuhaus, Helmut Henneberg und Christian Hübner (von links) für ihre langjährige Mitgliedschaft.

Halver - „Hysterie ist völlig fehl am Platz.“ Zu Wachsamkeit und Besonnenheit hielt Bernd Volkenrath, 1. Vorsitzender des Hegerings Halver, die örtlichen Jäger am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Kulturbahnhof in puncto Afrikanischer Schweinepest (ASP) an.

„Der Hegering wird im Falle einer Notwendigkeit umfassend informieren“, betonte er. Sofern Auffälligkeiten auftreten würden, sei unverzüglich das Veterinäramt in Kenntnis zu setzen. Hysterie sei indes fehl am Platz, ASP erfordere eine pragmatische Lösung.

Als ein Jahr der Aufbruchsstimmung und des Wandels bezeichnete Bernd Volkenrath das zurückliegende Jagdjahr mit Blick auf den Regierungswechsel in NRW und Änderungen im Landesjagdgesetz. Erste Gesetzesänderungen seien bereits in trockenen Tüchern, andere noch in der Mache. Beispiele wie den bundeseinheitlichen Schießnachweis führte er an. Zahlreiche Ehrengäste hieß der Hegeringleiter bei der gut besuchten Versammlung, bei der sich Jürgen Schmidt nach 38 Jahren als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit aus seinem Amt verabschiedete, willkommen. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung den Diplom-Forstwirt Thomas Bette.

Mit einer Ehrenscheibe bedankte sich Bernd Volkenrath bei seinem langjährigen Öffentlichkeitsobmann, der weiterhin den Lernort Natur betreuen wird, für sein unermüdliches Engagement. In bewährter Form bewertete Forstamtmann Klaus Kermes bei der Versammlung die ausgestellten Trophäen. Bronzemedaillen vergab er an Dr. Fabian Loges (Revier Ehringhausen), der für seine Trophäe 85,38 Punkte erhielt, und Erich Stübner (Revier Eichhofen) mit 86,43 Punkten.

Nicht nehmen ließ es sich Bürgermeister Michael Brosch, dem Hegering für die geistete Arbeit zu danken. Das Ehrenamt funktioniere im Verein bestens, lobte Brosch. Zudem sei es gelungen, den Vorstand zu verjüngen. „Ich mache mir um den Hegering in Halver eigentlich keine Sorgen.“ Hegering, das sei für ihn Naturschutz. Vor allem die Rollende Waldschule hob er hervor. „Sie interessieren junge Menschen für Ihre Arbeit. Das ist der richtige Weg.“

Mahnende Worte gab Maria Watermann, 1. Vorsitzende der Märkischen Kreisjägerschaft, den Jägern bezüglich der ASP mit auf den Weg. „Wir haben die ASP noch nicht und wir sollten uns auch nicht verrückt machen.“ Auf den Mutterschutz und Waidgerechtigkeit zu achten, mahnte sie an. Ihren Worten schloss sich Bernd Volkenrath an. Die Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild sei kein Freibrief, die Waidgerechtigkeit über Bord zu werfen. Die Hegemedaille erkannte der Hegering Christian Hübner vom Revier Wilde Ennepe zu. Auch für Ehrungen langjähriger Mitglieder bot die Versammlung einen würdigen Rahmen.

Jubiläen feierten Wilhelm Steinhauer (40 Jahre), Helmut Henneberg (50 Jahre), Horst Heukelbach (60 Jahre), Kurt-Dietrich Neuhaus (60 Jahre), Alfred Buscher (60 Jahre) und Fritz Niggeloh (60 Jahre). Mit Ehrenurkunden nebst Treuenadel zeichnete der Hegering seine langjährigen Mitglieder aus. (Signal-)Wünsche der Geehrten erfüllte das Bläserkorps, das die Versammlung musikalisch umrahmte. 148 Mitglieder – davon 134 Männer und 14 Frauen – gehören derzeit dem Hegering an. Der Altersdurchschnitt liegt bei 58,5 Jahren. Berichte der Obleute hielten die Versammlung über alle Bereiche der Vereinsarbeit auf dem Laufenden.

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