„AFG sucht das Supertalent“ voller Erfolg

Die Mädchen der Tanz-AG des Anne-Frank-Gymnasiums wussten mit einer Tanzchoreographie von Barbara Stephan das Publikum zu überzeugen. ▪ Tollnick

HALVER ▪ Das Supertalent: Das ist doch diese Fernsehshow, in der Dieter Bohlen die Kandidaten gnadenlos schikaniert! – Stimmt, zumindest in der Regel, doch dass Talente auch in anderer Form und andernorts ausfindig gemacht werden können, stellte die Musikfachschaft des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) am Mittwoch unter Beweis, als es hieß: „Das AFG sucht das Supertalent“. In zwölf Darbietungen – darunter Solo-, Duett- und Gruppenauftritte – zeigten die Schüler und Schülerinnen, was in ihnen steckt. Das Angebot reichte von Tanz über Gesang bis hin zu Instrumentalmusik.

„Wir wollen die Kinder und Jugendlichen für die Musik und den Tanz begeistern“, erklärte Schulleiter Paul Meurer. Er lege Wert darauf, den Schülern eine Plattform zu bieten, auf der sie sich völlig stressfrei und ohne Druck austesten und erproben können. „Nicht der Wettbewerb, sondern die Schüler stehen dabei im Mittelpunkt. Wir freuen uns, wenn wir neue Talente sichten, die Spaß an der Sache haben und gerne auch an zukünftigen Aufführungen teilnehmen möchten“, so Meurer weiter. So sei es auch bei der Vorauswahl der Kandidaten nicht darum gegangen, Schüler auszumustern, sondern vielmehr ihnen konstruktives „Feedback“ zu vermitteln.

Bei der ersten Gruppe, die an den Start ging, war von Lampenfieber nichts zu sehen und zu spüren. Zehn Mädchen aus der fünften Jahrgansstufe hatten zusammen mit den Leiterinnen der Tanz-AG – Anna Plischke und Janna Strohschein, beide aus der neunten Klasse – eine Choreografie von Barbara Stephan einstudiert. „Wir wollten sehr gerne mitmachen und haben viel dafür geübt“, verriet die neunjährige Tabea Rittinghaus. So lieferten die jungen Tänzerinnen dann auch ganz professionell einen fehlerfreien Auftritt ab.

Auch Annika Rademacher trat auf der „AFG-Bühne“ auf. „Ich hatte überlegt, an der Veranstaltung teilzunehmen“, erzählte die 18-Jährige. Doch erst auf Drängen ihrer Freunde hin habe sie sich dem Vorentscheid gestellt: „Ich wollte etwas vorsingen, hatte mir aber bis dahin noch gar kein Lied überlegt“, erinnerte sich Annika. Sie habe sich dann kurzerhand für „Mercedes Benz“ von Janis Joplin entschieden und konnte die Jury – bestehend aus Musik- und Sportlehrern – damit überzeugen.

Am Mittwoch präsentierte die Zwölftklässlerin zwei Lieder von „Grease“ und „Cascada“. Dabei begleitete sie sich selbst auf der Gitarre. Auch Annika bewies starke Nerven: „Ich bin in der Theater-AG und habe daher schon ein bisschen Bühnenerfahrung. Ich denke, wenn der erste Ton gesungen ist, dann geht die Aufregung von ganz alleine zurück“, lachte sie vor ihrem Auftritt.

Die mutigen Künstler wurden mit anhaltendem Applaus von den zahlreichen Zuschauern belohnt. Und auch wenn kein Gewinner gekürt wurde, so stand doch – nicht nur für AFG-Musiklehrer Stefan Lehmkuhl – mit Gewissheit fest: „Jeder von euch ist ein Supertalent.“ ▪ Lena Tollnick

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