AFG-Schüler wandern für Afrika und eigene Schule

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Mehr als 800 Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums und ein Großteil des Lehrerkollegiums gingen gestern für Spenden auf Wanderschaft. Für ein konkretes Schulprojekt in Afrika. ▪

HALVER ▪ Ein Schultag einmal anders: Der Pausenhof des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) war am Mittwoch Treff für alle. „Spendenwandertag“ stand auf dem Stundenplan. Und so ging es „en masse“, einschließlich zahlreicher Bellos und Fiffis, ab in Richtung Kreuzberg.

Drei Strecken standen zur Auswahl: zehn, 15 oder 20 Kilometer lang. An den längeren waren Verpflegungsstationen eingerichtet, die Zehn-Kilometer-Wanderer konnten sich nach der Rückkehr in der Schule stärken.

Drei Wochen hatten die Schüler Zeit gehabt, sich Sponsoren für diese Aktion zu suchen. „Einige haben sich auch selbst gesponsert“, weiß AFG-Lehrerin Karin Weichelt-Hofmann. Und dass auch ein Großteil des Kollegiums mit auf der Wanderschaft war, die die Kollegen Peter Höller und Franz Zibirre organisiert hatten.

Schuldirektor Paul Meurer hat die alte AFG-Tradition, alle zwei Jahre ein Spendenwandern zur Unterstützung eines konkreten Schulprojektes in Afrika durchzuführen, wieder aufgegriffen. Über den Sahelzone-Verein in Schalksmühle gibt es die Verbindung und auch Informationen über den Stand der Dinge. „Wir bekommen immer Rückmeldungen und übernehmen Patenschaften“, sagt der Schuldirektor.

Für diesen Zweck waren also 815 Schüler unterwegs. Es habe nur zwei Krankmeldungen gegeben und auch die Oberstufe wollte von dieser Aktion nicht ausgeschlossen sein, lediglich die Abiturienten „unterstützen sie eher ideell“. Befürwortet werde das Spendenwandern auch von Seiten der Eltern.

Die erwanderten Spenden sollen jetzt aber geteilt werden. Ob in ein und zwei Drittel oder anders, das hänge davon ab, wie viel Unterstützung der Sahelzone-Verein benötige.

Der Teil, der dem AFG zugute kommen soll, ist komplett für Investitionen im Bereich multimedialer Unterricht gedacht. „Zum Teil für neue Computer oder andere Dinge, die wichtig sind“, verrät Paul Meurer.

Auch, dass die Klasse, die die meisten Kilometer gewandert ist, eine Belohnung bekommen soll. Nicht in barer Münze, sondern mit der Erfüllung eines besonderen Wunsches. Und dabei denkt der Schuldirektor natürlich auch an Bildung, also an Kulturelles, an den Besuch eines Museums „oder ähnliches“.

Das Ergebnis in Kilometern und Euro soll entweder noch vor den Sommerferien oder aber zu Beginn des neuen Schuljahres auf den Tisch gelegt werden. „Es braucht Zeit, alles genau aufzulisten und auszuwerten.“

Melissa, Franziska und Saskia aus der 6b waren das erste Mal dabei und auf der kürzeren Strecke unterwegs. „Der Anfang war sehr lustig, aber nach der Hälfte wurde es doch sehr anstrengend“, klang es unisono. Die Zwölfjährigen wurden von ihren Familien gesponsert, mit überwiegend zwei Euro pro Kilometer.

Die Aktion findet das Trio durchweg gut. Nur die Einnahmen, die sollten bitte komplett nach Afrika gehen: „Wir haben hier doch alles, was wir brauchen.“ ▪ Yvonne Pfannschmidt

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